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Leben mit der Krankheit Krebs

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 Therapiemöglichkeiten
ingoborm Offline

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Beiträge: 348

26.03.2006 12:47
Kostenlose Internettherapie für Traumaopfer antworten

Kostenlose Internettherapie für Traumaopfer

Die Universität Zürich bietet gemeinsam mit der Universität Amsterdam eine kostenlose Behandlung von posttraumatischen Belastungsreaktionen und pathologische Trauer über das Internet an (INTERAPY)

Die Behandlung dauert fünf Wochen und findet ausschließlich über das Internet statt.

Interapy wurde ursprünglich von Prof. Dr. Lange an der Universität Amsterdam entwickelt und wird in den Niederlanden seit einigen Jahren mit großem Erfolg angeboten. In Kooperation mit der Universität Zürich unter der Leitung von Dipl.-Psych. Knaevelsrud und Prof. Dr. Dr. Maercker wird Interapy mit Unterstützung des Weißen Ringes erstmalig auch in deutscher Sprache angeboten. Da diese zunächst im Rahmen einer Studie wissenschaftlich überprüft wird, ist eine Anzahl von Behandlungen kostenfrei.

Informationen über Teilnahmemöglichkeiten und die Behandlung finden Sie unter http://www.interapy.de. Bei zusätzlichen Fragen wenden Sie sich bitte an cknaevelsrud@interapy.nl.
Interapy - Informtionen zur Internettherapy

In den Niederlanden wird seit einigen Jahren über diese Website eine sehr erfolgreiche Behandlung für posttraumatische Belastungsreaktionen angeboten. Dabei kommunizieren Klient und Therapeut ausschließlich über das Internet. Die Therapeuten folgen dabei einem wissenschaftlich überprüften Behandlungsprotokoll, dass aus festen Behandlungseinheiten besteht, sich aber der Situation und den Möglichkeiten des Klienten anpasst. Die Klienten schreiben von zuhause aus, in Ihrer vertrauten Umgebung und können so ihr Trauma in Begleitung eines individuellen Therapeuten verarbeiten.

Kostenlose Teilnahme

Die Interapy-Behandlung wird jetzt erstmals auch in deutscher Sprache angeboten. Die Behandlung dauert insgesamt fünf Wochen und ist für eine begrenzte Anzahl Teilnehmer im Rahmen einer Studie kostenfrei. Anhand von psychodiagnostischen Fragebögen werden die Effekte der Behandlung gemessen. Als Gegenleistung für diese Daten (die selbstverständlich anonymisiert, also anhand von Nummern gespeichert werden) wird die Behandlung kostenlos angeboten. Auf diese Art und Weise können in den folgenden Monaten eine begrenzte Anzahl Menschen diese Behandlung in Anspruch nehmen.

Diese Studie wird von der Universität Zürich unter der Leitung von Dipl.-Psych. Christine Knaevelsrud und Prof. Dr. Dr. Maercker in Kooperation mit der Universität von Amsterdam unter der Leitung von Prof. Dr. Lange und Interapy Nederland B.V., mit Unterstützung des Weißen Ringes durchgeführt.

Im Folgenden finden Sie Informationen über:

* Trauma und Posttraumatische Belastungsreaktionen
* Die Interapy-Behandlung: Wie wirkt Interapy, wer kann teilnehmen
* Die Studie
* Wissenschaftliche Basis von Interapy
* Anmeldung

Trauma und Posttraumatische Belastungsreaktionen

Der Begriff Trauma ist ein Sammelbegriff für psychische und körperliche Beschwerden, die als Folge eines negativen, erschütternden Ereignisses auftreten. Beispiele möglicher traumatischer Erfahrungen sind:

* Zeuge oder Opfer einer Gewalttat werden
* Schwere Krankheit
* Der Tod eines geliebten Menschen
* Ein (Verkehrs)Unfall
* Teilnahme an einer gewalttätigen Auseinandersetzung

Folgen eines Traumas

Unbewältigte traumatische Ereignisse haben eine Reihe deutlich erkennbarer

Symptome zur Folge, die unter dem Begriff 'posttraumatische Belastungsstörung' (PTBS) zusammengefasst werden.

a) Wiedererleben

Von Ängsten begleitetes unfreiwilliges Wiedererinnern des traumatischen Ereignisses (z.B. Form von Bildern, Albträumen und Flashbacks)

b) Vermeidung/emotionale Taubheit

Vermeiden von Auslösern (Dinge, Situationen) die an das Trauma erinnern, allgemeiner Rückzug, Interesseverlust, innere Teilnahmslosigkeit

c) Übererregung

Schlafstörungen, Schreckhaftigkeit, erhöhte Reizbarkeit, Konzentrationsstörungen

Weitere häufige Folgen sind Schuld- und Schamgefühle und intensives Grübeln, wie man das Ereignis verhindern oder anders damit umgehen hätte können.

Die Anzahl der Symptome sowie der Grad und die Dauer der Beschwerden variieren von Mensch zu Mensch und sind von Ereignis zu Ereignis verschieden. Interapy ist nicht nur für Menschen geeignet, die alle Symptome einer PTBS erfüllen. Grundsätzlich kann jeder, der durch ein traumatisierendes Erlebnis erschüttert wurde und darunter leidet, an der Behandlung teilnehmen. Die Posttraumatische Belastungsstörung lässt sich gut behandeln, verlangt aber großes Engagement seitens des Klienten.

Die Interapy-Behandlung

Interapy ist eine protokollbasierte, internetgestützte Schreibtherapie. Protokollbasiert heißt, dass die Behandlung nach einem wissenschaftlich überprüften Modell anhand einer festgelegten Abfolge stattfindet. Die Kommunikation findet hierbei ausschließlich über E-Mail statt. Die Interapy-Behandlung dauert fünf Wochen. In dieser Zeit schreiben die Teilnehmer zehn Texte, also zweimal pro Woche, jeweils eine dreiviertel Stunden lang. Hierbei planen die Klienten selbst zu welchen Zeitpunkten sie schreiben möchten. Nach jeweils zwei Texten, erhalten die Teilnehmer von ihrem individuellen Therapeuten Rückmeldung auf ihr Geschriebenes und Instruktionen für die folgenden Texte.

Teilnahmekriterien

Zuerst wird anhand von Fragebögen, die über E-Mail verschickt werden untersucht, ob Interapy derzeit die geeignete Behandlungsalternative ist. Menschen, die schwer depressiv sind, selbstmordgefährdet, die häufig dissoziieren oder antipsychotische Medikamente nehmen sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Das gleiche gilt für Personen, die unter 18 Jahre sind, in starkem Maße Alkohol und Drogen konsumieren oder sich gleichzeitig in anderer psychotherapeutischer Behandlung befinden. Da die Untersuchung ausschließlich über das Internet stattfindet, ist es notwendig einen PC, eine Emailadresse und eine Internetverbindung zur Verfügung zu haben. Außerdem ist es nicht möglich an der Behandlung teilzunehmen, wenn man während der Behandlungsperiode länger als eine Woche keinen Internetzugang hat.

Die Behandlung besteht aus drei Phasen

Untersuchungen haben gezeigt, dass die Wirkung des Schreibens besonders verstärkt wird, wenn auf bestimmte Weise und in bestimmter Reihenfolge geschrieben wird. Aufgrund dessen wird die Behandlung in drei Abschnitte unterteilt: Selbstkonfrontation, Neustrukturierung und Abschied.

* Erste Phase (Selbstkonfrontation)

In der Phase der Selbstkonfrontation schreiben die Teilnehmer vier Mal über ihre schmerzlichsten Erinnerungen. Das Trauma wird hierbei in allen Details beschrieben. Diese Konfrontation an sich hat schon therapeutische Wirkung.

* Zweite Phase (kognitive Umstrukturierung)

Auch in der zweiten Phase werden vier Texte geschrieben In diesem Fall bleibt es jedoch nicht bei der bloßen Beschreibung des traumatischen Ereignis, sondern Sie nutzen Ihre Erfahrung um Rat zu geben an ein anderes (fiktives) Opfer. Sie werden auf diese Weise zum Berater anstatt zum Opfer.

* Dritte Phase (Abschied)

In der letzten Phase werden zwei Texte geschrieben, die zusammen einen Brief bilden. Dieser kann (muss aber nicht) nach Beendigung der Behandlung abgeschickt werden. Sinn und Zweck ist es, die Vergangenheit in einem würdigen Dokument festzuhalten. Mit dem Abschließen des Briefes wird auch ein Teil der Vergangenheit abgeschlossen. Die Vergangenheit ist damit nicht vergessen oder zur Seite geschoben, sondern hat einen eigenen Platz bekommen und hat dadurch weniger Einfluss auf die Gegenwart.

Sollten zwischen den Texten Fragen oder Probleme technischer oder inhaltlicher Art auftauchen, können die Klienten uns jederzeit über Email oder telefonisch erreichen.

Supervision

Die Behandlungen werden von psychologischen Psychotherapeuten, Prof. Dr. Dr. Maercker (Universität Zürich) und Prof. Dr. Alfred Lange (Universität Amsterdam) supervidiert.

Ausgetauschte Informationen bleiben streng vertraulich

Alle ausgetauschten Informationen werden streng vertraulich behandelt. Abgesehen von dem individuellen Therapeuten wird niemand Zugriff zu den Daten/Texten erhalten. Die Antworten auf den Fragebögen werden nicht anhand von Namen sondern anhand von Nummern gespeichert, so dass die Herkunft nicht nachvollziehbar ist.

Andere Behandlungen bei posttraumatischer Belastung

Neben Interapy bestehen noch eine Reihe anderer Alternativen zur Behandlung von posttraumatischen Belastungsreaktionen. Es bestehen beispielsweise Behandlungsansätze bei denen der Therapeut anhand von Gesprächen versucht dem Patienten zu helfen sich mit den schmerzlichen Bildern und Erinnerungen zu konfrontieren. Es gibt außerdem Behandlungen bei denen es in Gesprächen vor allem um die Vermittlung von neuen Perspektiven geht Und es gibt Behandlungen, in denen der Therapeut primär zuhört und unterstützend wirkt.

Es ist uns wichtig deutlich zu machen, dass Sie sich auch für Behandlungsformen entscheiden können, in denen der persönliche Kontakt eine spezifische und zentrale Rolle einnimmt. In manchen Fällen werden wir Ihnen sogar raten sich eher für eine Behandlungsform zu entscheiden, bei der Sie direkten Kontakt mit Ihrem

Die Studie

Diese Studie wird von der Universität Zürich unter der Leitung von Dipl.-Psych. Christine Knaevelsrud und Prof. Dr. Dr. Maercker in Kooperation mit der Abteilung Klinische Psychologie der Universität von Amsterdam unter der Leitung von Prof. Dr. Lange, mit Unterstützung des Weißen Ringes durchgeführt. Ziel dieser Studie ist die Wirkung von der Interapy-Behandlung bei posttraumatischem Stress im deutsprachigem Raum zu untersuchen. Die Teilnehmer füllen vor und nach der Behandlung (direkt danach und sechs Wochen später) Fragebögen aus. Die anonym ausgewerteten Antworten werden verglichen und statistisch analysiert, um die Ergebnisse individuell und in Bezug auf die gesamte Teilnehmergruppe beurteilen zu können. Außerdem wird erfragt, wie die Teilnehmer die Behandlung an sich und den Fakt, dass diese über Internet stattfand, empfunden haben, so dass die Behandlung eventuell angepasst und verbessert werden kann.

Wissenschaftliche Basis von Interapy

Die Entwicklung und Erforschung von Interapy in den Niederlanden wurde unter der Leitung von Prof. Dr. Alfred Lange und Prof. Dr. Paul Emmelkamp, beides Professoren für klinische Psychologie sowie Drs. Jean-Pierre van de Ven und Drs. Bart Schrieken an der Universität von Amsterdam durchgeführt. Aus den bisherigen Forschungsergebnissen wurde deutlich, dass es sich bei Interapy um eine äußerst effektive Behandlungsform handelt (für deutsche und englische Publikationen sehen Sie bitte http://users.fmg.uva.nl/alange" ). Von den seit 1997 behandelten Patienten sind 85% bezüglich Ihrer posttraumatischen Symptomatik beschwerdefrei. Verglichen mit anderen Traumabehandlungen, die wissenschaftlich untersucht wurden ist der Effekt von Interapy damit doppelt so hoch.

Anmeldung

Sie können sich für die Behandlung anmelden, wenn Sie:

* ein traumatisches Ereignis erlebt haben, das mindestens einen Monat her ist
* immer noch unter diesem Ereignis leiden
* Zugang zu einem PC, mit Internetverbindung und E-Mailadresse haben
* älter als 18 Jahre sind
* nicht bereits in psychotherapeutischer Behandlung sind
* keine Antipsychotika einnehmen
* während der Behandlungsperiode nicht länger als eine Woche keinen Internetzugang haben

Interessenten, die sich anmelden möchten, schicken eine kurze Mail an cknaevelsrud@interapy.nl und erhalten umgehend eine Mail mit Fragebögen. Nachdem die Fragebögen vollständig ausgefüllt an uns zurück geschickt wurde, wird anhand Ihrer Antworten entschieden, ob Interapy derzeit die geeignete Behandlung ist. Sollte diese nicht der Fall sein, erhalten Sie von uns eine Antwort, in der wir unsere Entscheidung begründen und Empfehlungen hinsichtlich Behandlungsalternativen geben. Erfüllen Sie die Teilnahmekriterien, erhalten Sie eine Bestätigung, mit einer Einverständniserklärung als Attachment, die unterschrieben an Interapy zurückgeschickt oder gefaxt werden muss. Sobald die Einverständniserklärung bei Interapy eingetroffen ist, wird Ihnen ein definitives Behandlungsdatum mitgeteilt. Aufgrund von forschungstechnischen Gründen, wird die Hälfte der Teilnehmer sofort, die andere Hälfte erst nach Ablauf von Behandlung der ersten Gruppe behandelt (d.h. nach fünf Wochen). Anhand davon können die Effekte von Interapy überprüft wissenschaftlich nachgewiesen werden.

Es besteht eine begrenzte Teilnehmerzahl. Die Einschreibung stoppt, wenn die Anzahl erreicht ist.

Die Teilnahme an der Behandlung ist kostenlos.

Kontakt

Interapy Nederland B.V.

Nieuwe Doelenstraat 15

1012 CP AMSTERDAM

http://www.interapy.nl

T: 020-798 8300

F: 020-798 8399

E: cknaevelsrud@interapy.nl

Kontaktperson: Dipl.-Psych. Christine Knaevelsrud

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