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Leben mit der Krankheit Krebs

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ingoborm Offline

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Beiträge: 348

26.03.2006 12:45
Konventionelle Medizin (Schulmedizin) und Krebs antworten

Allgemeines zur Schulmedizin / Konventionellen Medizin:
Mit Schulmedizin wird umgangssprachlich in Abgrenzung zum weiten Feld der Alternativmedizin die Medizin bezeichnet, die an der Universität während des Studiums gelehrt wird. Die Schulmedizin wird auch Allopathische Medizin genannt.
Sie fühlt sich der Naturwissenschaft, der Statistik und der Skepsis auch den eigenen Methoden gegenüber verpflichtet. Auch die Schulmedizin kennt Trends und unbewiesene Lehrmeinungen. Es findet jedoch ein langsamer Prozess der Verbesserung statt, der zu diagnostischen und therapeutischen Methoden führt, die für jedermann nachprüfbare Ergebnisse aufweisen. Ein neuer Begriff der ähnliches meint und sich vor allem auf statistische Erkenntnisse stützt ist die Evidenzbasierte Medizin.
Die Schulmedizin umfasst einen Großteil des Wissens- und Erfahrungsschatzes der Medizin der westlichen Hemisphäre, der sich in vielen Jahrhunderten, vor allem aber in den letzten 200 Jahren angesammelt hat. Die schulmedizinischen Regeln sind nicht starr, sondern werden durch neue Entdeckungen, Entwicklungen, Untersuchungen, diagnostische Methoden oder durch die Einführung neuer Medikamente und Heilmethoden verändert und dem Stand des Wissens angepasst. Kostendruck, der Zwang zur statistischen Nachprüfbarkeit und Dokumentation, die internationale Erfahrungsaustausch, das Auftreten neuer Krankheiten und auch der wissenschaftliche Ehrgeiz bringen immer wieder Bewegung in das vermeintlich fest zementierte Schulgebäude.

Schulmedizin / Konventionellen Medizin bei Krebs:
Mit dem Wort "Krebs" beschreibt man in der Umgangssprache bösartige Neubildungen. Der Begriff "Tumor" wird in der Fachsprache für alle Verhärtungen, also auch solche verwendet, die mit Krebs nichts zu tun haben, so z.B. für Verhärtungen, die durch eine Entzündung, einen Erguss oder Ähnliches hervorgerufen werden.
Gutartige (benigne) Neubildungen bestehen aus Zellen, die den normalen Zellen ähneln und an sich nicht "bösartig" sind, d.h. sie wandern nicht aus und erzeugen damit keine Tochtergeschwülste (Metastasen) und sie durchdringen in der Regel beim eventuellen Wachstum das umgebende Gewebe nicht. Die gutartigen Neubildungen können allerdings auch lebensbedrohlich werden, z.B. wenn sie durch ihr Wachstum auf lebenswichtige Organe wie das Gehirn oder das Rückenmark drücken oder wenn sie platzen und dabei eine starke Blutung entsteht.
Bösartige (maligne) Neubildungen, also Krebs, bestehen aus entarteten Zellen, die anders aussehen, sich anders und schnell teilen und dabei das gesunde Gewebe zerstören. Sie wandern vom Ursprungsort aus über Blut oder das Lymphsystem in andere Organe und vermehren sich dort als Tochtergeschwülste weiter.

Angewendete Therapien der Schulmedizin / Konventionellen Medizin bei Krebs:CHIRURGIE
CHEMOTHERAPIE
STRAHLENTHERAPIE
HORMONTHERAPIE
ERNÄHRUNG
BEWEGUNG
PSYCHOLOGIE
KUNSTTHERAPIE

Behandlungsablauf der Schulmedizin / Konventionellen Medizin bei Krebs:
Haben Sie den Verdacht, dass Sie ein Geschwulst haben, so sollten Sie Ihren Hausarzt aufsuchen. Dieser versucht abzuklären, ob es sich bei diesem um einen gutartigen oder bösartigen handelt. Um solch eine Diagnose stellen zu können, muss er Ihre Beobachtungen kennen und Sie untersuchen. Auch kann er gegebenenfalls das Blut analysieren, ein ein wenig Gewebe entnehmen, ein Röntgenbild machen, Urin der Stuhlproben entnehmen oder einen Ultraschall machen.
Bleibt trotzdem ungeklärt, um was es sich bei Ihrem Problem handelt, so wird er Sie an einen Krebsspezialisten oder an ein Krankenhaus weiterleiten. Dort können noch genauere Untersuchungen folgen. Ist die Diagnose und das Stadium der Krankheit festgelegt worden, so werden Ihnen mögliche Therapien vorgelegt. Meistens entscheidet ein Team aus Spezialisten aus verschiedenen Fachgebieten gemeinsam über die geeignetste Behandlung, basierend auf Ihrer Krankengeschichte und natürlich nach einem Gespräch mit Ihnen. Die Vor und Nachteile der verschiedenen Möglichkeiten werden gegeneinander abgewogen.
Die Grundlage für einen Entscheid sind folgende medizinische Fakten:
- Krebsart
-Grösse des Tumors
-Ort des Tumors
-Aggressivität
-Befall der Lymphdrüsen in der Nähe des Tumors
-Vorhandensein von Metastasen

Den endgültigen Entscheid für eine Therapie muss von Ihnen gefällt werden. Auch besteht die Möglichkeit sich mit Hilfe des behandelnden Arztes eine Zweit-Meinung einzuholen.
Für die meisten Therapien ist zu Beginn ein Krankenhausaufenthalt nötig. Erst wenn die Therapie an die Eigenheiten des Patienten angepasst wurden, kann diese auch ambulant (ohne Übernachten) im Krankenhaus oder beim Hausarzt durchgeführt werden. Der Behandlungsablauf variiert aber sehr und hängt von der Tumorart, dem Stadium der Krankheit, der Therapie und von den Gepflogenheiten der Ärzte und Krankenhäuser ab.


Autor: Dr. med. T. Zuzak

(Anmerkung von mir: Angaben beziehen sich auf die Schweiz. In Deutschland kann es Abweichungen geben.)

Informationsquelle: http://www.krebstherapien.ch


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