Sie sind vermutlich noch nicht im Forum angemeldet - Klicken Sie hier um sich kostenlos anzumelden  
Leben mit der Krankheit Krebs

Leben mit der Krankheit Krebs
Ein Forum und Infoportal für Betroffene, Angehörige und Interessierte


Sie können sich hier anmelden
Dieses Thema hat 0 Antworten
und wurde 324 mal aufgerufen
 Therapiemöglichkeiten
ingoborm Offline

Webmaster und Administration Technik

Beiträge: 348

26.03.2006 12:19
Antioxidative Therapie antworten

Antioxidative Therapie
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Die schulmedizinische Behandlung von Krebserkrankungen beruht vorwiegend auf eingreifenden, nebenwirkungsreichen Maßnahmen wie Chirurgie, Chemotherapie und Strahlentherapie. Sehr oft versuchen die behandelnden Ärzte, Heilpraktiker und auch die Patienten selbst, ergänzende und begleitende milde, komplementäre Methoden anzuwenden. Der erklärte Zweck solcher Verfahren ist fast immer, die körpereigenen Abwehrkräfte (Immunsystem) zu "stimulieren" oder zu unterstützen und die Nebenwirkungen der schulmedizinischen Verfahren zu verringern.

Antioxidantien sind pflanzliche oder chemische Stoffe mit antioxidativem Charakter, d.h. sie binden in vitro (d.h. im Reagenzglas) aggressiv oxidierende Moleküle, insbesondere die sogenannten Sauerstoffradikale, welche in vielen Stoffwechselvorgängen freiwerden. Weil freie Sauerstoffradikale auch eine zentrale Rolle bei der Karzinogenese (Krebsentstehung) durch chemische Karzinogene und ionisierende Strahlung spielen, könnten radikalbindende Substanzen möglicherweise auch die Krebsentstehung beim Menschen beeinflussen.

Tatsächlich hat man in Krebsgewebe einen gegenüber normalem Gewebe geringeren Gehalt an antioxidativen Stoffen gefunden. Einzelne klinische Studien an Patienten haben ergeben, dass die Nebenwirkungen der Chemo- und Strahlentherapie unter antioxidativer Begleitmedikation tendenziell geringer ausfallen. Auch gibt es zahlreiche Studien an Zellkulturen und Versuchstieren (insbesondere transgenen Ratten), die bestätigt haben, dass Mikronährstoffe die Entwicklung von künstlich hervorgerufenen Tumoren hemmen.

Ob die Laborergebnisse aber auf den Menschen übertragbar sind, und somit eine echte Krebsprävention (Vorbeugung) durch bestimmte Ernährungsformen möglich ist, ist allerdings umstritten. Personen, deren Ernährung viel Obst und Gemüse oder Vitaminzusätze enthält, sollen um ca. 20 % seltener an bestimmten Krebsformen erkranken. Andererseits hat eine 2004 veröffenlichte Langzeitstudie keinen Unterschied der beiden Gruppen gezeigt [1].

Es ist außerdem methodisch fragwürdig, die möglicherweise zur Krebsvorbeugung geeigneten Stoffe unkritisch zur Krebsbehandlung einzusetzen, vor allem wenn der Einsatz parallel zur konventionellen Therapie erfolgt. Theoretisch wäre es denkbar, dass die antioxidativen Stoffe auch die Krebszellen - ebenso wie das gesunde Gewebe - vor der Vernichtung durch Chemo- und Strahlentherapie schützen können, also nicht nur die Nebenwirkungen, sondern auch die erhoffte Hauptwirkung dieser Therapien verringern. Ionisierende Strahlung und viele Chemotherapeutika erzeugen nämlich in den Zielzellen Sauerstoffradikale und zerstören sie auf diese Weise. Auch diese konträre These wurde bislang nur im Tierexperiment (z.B. an Mäusen) belegt.

Substanzen mit antioxidativer Wirkung sind

* die Vitamine C und E, das Coenzym Q-10
* sogenannte sekundäre Pflanzenstoffe (zu verstehen im Gegensatz zu den "primären" Stoffen Fett, Kohlenhydrate und Protein): Karotinoide, Flavonoide, Polyphenole u.a.,
* die tierischen Enzyme Superoxiddismutase und Katalase,
* die Spurenelemente Mangan und Selen.

Ungeachtet der offenen Fragen gibt es zahlreiche Anwender und Anbieter von Nahrungsergänzungsmitteln, Rohkost, Saftfasten, vegetarischer Ernährung und den sogenannten Krebsdiäten. Einige Beispiele:

* Vitamin C nach Linus Pauling
* Curcumin (siehe auch Kurkuma)
* Zellular-Medizin nach Rath
* Saftkur nach Breuß
* Gerson-Krebsdiät (Kalium, Iod, Vitamine, Schilddrüsenhormone, Reinigungseinläufe)
* Trennkost nach Kuhl
* Moerman-Diät (Iod, Zitronensäure, Hefe, Weizen, Schwefel, Vitamine)
* Rote-Beete-Diät nach Seeger (tgl. 1 kg Rote Beete)

Keine der genannten Diäten und Nahrungsergänzungen hat eine wissenschaftlich nachgewiesene Wirkung gegen Krebs.

 Sprung  

counter
Impressum und Haftungsausschluss - Hinweis zu den Informationen hier

Xobor Forum Software von Xobor | Forum, Fotos, Chat und mehr mit Xobor