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Leben mit der Krankheit Krebs

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Ahasveru Offline

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Beiträge: 613

21.03.2006 23:15
Krebs allgemein: Krebs ist zur Hälfte vermeidbar antworten

Krebs ist zur Hälfte vermeidbar

Hauptrisiko durch Alkohol, Nikotin und Übergewicht - Deutscher Krebskongreß beginnt heute in Berlin

Von Ingeborg Bördlein

Berlin - Die Diagnose Krebs wird in Deutschland fast 50mal pro Stunde gestellt, der Tod durch Krebs tritt in derselben Zeit 24mal ein. Die Zahl der Neuerkrankungen steigt und liegt, so das Robert-Koch-Institut (RKI), inzwischen bei 425 000 jährlich. Der Deutsche Krebskongreß, der heute in Berlin beginnt, steht unter dem Motto "Gemeinsam handeln - jetzt".

Jeder könne selbst etwas für die Vorsorge tun - mit einem gesunden Lebensstil, dem Verzicht aufs Rauchen, abwechslungsreicher Ernährung und der Vermeidung von Streß, so der Präventionsexperte Volker Beck von der Deutschen Krebsgesellschaft. Nach seinen Schätzungen könnten 40 bis 50 Prozent aller Tumoren verhindert werden, wenn man die beeinflußbaren Risiken ausschalten würde.

Das größte vermeidbare Einzelrisiko für Krebs ist das Rauchen. Bei Männern sind 90 Prozent, bei Frauen 60 Prozent der Lungenkrebserkrankungen darauf zurückzuführen. Auch Passivraucher sind gefährdet. Lungenkrebs rangiert nach Prostata- und Brustkrebs sowie dem Darmkrebs an dritter Stelle der Krebsneuerkrankungen bei beiden Geschlechtern. Während die Zahl bei Männern leicht zurückgeht, steigt sie bei Frauen um drei Prozent pro Jahr an.

Andere Krebsarten entlang der "Raucherstraße" Mund- und Rachenraum, Speiseröhre, Magen, Bauschspeicheldrüse, Nieren, Blase und Gebärmutterhals sind ebenfalls mit Rauchen assoziiert. Nach Angaben des RKI ist jeder dritte bis vierte Krebstodesfall durch Rauchen verursacht. Bedenklich ist dabei, daß immer häufiger auch Kinder zur Zigarette greifen, und zwar schon im Alter zwischen elf und 13 Jahren: Jeder dritte Teenager raucht. Die Tabakbekämpfung in Deutschland wird von Experten als unzureichend angesehen.

Von Bedeutung für viele Krebserkrankungen ist das Übergewicht. So empfiehlt der Ernährungswissenschaftler Hans Konrad Biesalski von der Universität Hohenheim, mehr auf die Gesamtenergiezufuhr zu achten. Denn wer zu dick ist, hat unbestritten ein höheres Krebsrisiko, vor allem für Tumoren der Brust, des Darms, der Gebärmutter, der Nieren und der Speiseröhre.

Sport und Bewegung geraten daher ins Zentrum der Krebsvorsorge. Nach neueren Studien minimiert körperliche Aktivität das Brust- und Darmkrebsrisiko, vermutlich auch das der Prostata und der Gebärmutterschleimhaut. Sport verhindert Übergewicht, greift in den Fettstoffwechsel günstig ein und beeinflußt die Geschlechtshormone, die bei Brust- und Prostatakrebs bedeutsam sind. Er beschleunigt die Darmaktivität, mindert dadurch das Darmkrebsrisiko. Als Empfehlung gilt: Fünfmal pro Woche sollte man mindestens 30 Minuten körperlich aktiv sein - auch Treppensteigen und zu Fuß einkaufen zählen dazu.

Daß Alkohol durch seine giftigen Stoffwechselprodukte ein erhöhtes Krebsrisiko für die Leber und den Verdauungstrakt birgt, ist bekannt. Seine Triggerfunktion beim Brustkrebs ist auch belegt, denn Alkohol regt die Östrogenproduktion an. Dadurch kann er schon in geringen Mengen das Tumorwachstum in der Brust begünstigen. Wahrscheinlich ist Alkohol auch für Magen- und Darmkrebs ein Risikofaktor. Frauen sollten nicht mehr als zehn Gramm und Männer nicht mehr als 20 Gramm Alkohol täglich trinken.

Informationsquelle: http://morgenpost.berlin1.de/content/200...aft/818183.html

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