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Leben mit der Krankheit Krebs

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Ahasveru Offline

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Beiträge: 613

14.08.2006 10:50
An zweiter Stelle der Todesursachen antworten

Krebs

An zweiter Stelle der Todesursachen


Zum ersten Mal soll im kommenden Jahr ein Impfstoff gegen Krebs auf den Markt kommen. Diese Vakzine soll Gebärmutterhalskrebs verhindern. Dieser war bis in die 1970er Jahre die häufigste Krebserkrankung des weiblichen Genitales. Mit der Einführung des Krebsabstrichs ging die Erkrankung zurück. Rund 600 Fälle werden heute jährlich diagnostiziert.

Verbesserte Therapiemethoden

Eine deutlich verbesserte Früherkennung, verfeinerte chirurgische Methoden, exakte Strahlentherapie und nicht zuletzt die Verbesserung und Neuentwicklung von Medikamenten haben dazu beigetragen, dass Krebs viel von seinem Schrecken verloren hat. Gerade bei den häufigsten Krebserkrankungen, wie etwa dem Brust- oder dem Darmkrebs konnten in den vergangenen zehn Jahren große therapeutische Fortschritte erzielt werden.

Aber auch Lungenkrebs, der lange Zeit als unmittelbares Todesurteil galt, ist heute, wenn er entsprechend früh erkannt wird, gut behandel- oder sogar heilbar. Die chirurgische Entfernung des tumortragenden Lungenlappens und eine Chemo- sowie Strahlentherapie können hier sehr gute Erfolge verzeichnen.

Intelligente Medikamente

Im Mittelpunkt der Bemühungen der wissenschaftlichen Gemeinde steht allerdings derzeit die Entwicklung neuer, "intelligenter" Medikamente. Vor allem Antikörper gegen bestimmte Rezeptoren an der Tumoroberfläche stellen hier eine erfolgsversprechende Möglichkeit dar. Sowohl bei Brust- als auch bei Darm- und Lungenkrebs kommen derartige Medikamente bereits mit Erfolg zum Einsatz.

Früherkennung

Aber auch der Früherkennung von Krebserkrankungen kommt ein immer wichtigerer Stellenwert zu. So können heute 90 Prozent aller Brustkrebserkrankungen in einem frühen Stadium entdeckt und entfernt werden. Dies erleichtert nicht nur die Möglichkeit einer brusterhaltenden Operation. Auch die Heilungschancen haben sich damit erhöht.

Umstrittener ist die Früherkennung beim häufigsten Karzinom des Mannes, dem Prostatakrebs. Eine Ermittlung des Wertes des Prostataspezifischen Antigens in Kombination mit einer rektalen Prostatauntersuchung hat dazu geführt, dass viele Prostatakrebserkrankungen in einem sehr frühen Stadium entdeckt und entfernt werden können.

Unklar ist allerdings, ob dabei nicht auch eine ganze Reihe von Tumoren entdeckt werden, die niemals Beschwerden gemacht hätten. Fakt ist allerdings, dass mit einer aggressiven Früherkennungsstrategie auch Leben gerettet werden können.

So könnten etwa mit der Darmkrebsvorsorge, der Koloskopie, 90 Prozent aller Darmkrebserkrankungen verhindert werden. Der Grund: Darmkrebs entwickelt sich über etwa zehn Jahre aus einer Vorstufe, aus sogenannten Polypen. Bei einer Darmspiegelung können diese Vorstufen erkannt und entfernt werden. Damit ist die Gefahr einer Krebsentstehung gebannt.

Text: Sabine Fisch

Informationsquelle: http://oe1.orf.at/highlights/63238.html

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