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Leben mit der Krankheit Krebs

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Ahasveru Offline

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Beiträge: 613

04.08.2006 10:05
Neue Hoffnung für Leukämiekranke antworten

Neue Hoffnung für Leukämiekranke

Kooperationsmodell Uniklinikum und Asklepios in Bad Abbach

Regensburg. (pk)

Ein Modellprojekt schafft in Regensburg und Bad Abbach Hoffnung für Leukämie-Patienten und ist Vorbild für andere medizinische Bereiche. Das Uniklinikum und das Asklepios-Klinikum Bad Abbach kooperieren eng bei der Transplantation von Knochenmark oder Stammzellen für Leukämiekranke. Dadurch können 20 bis 25 mehr Fälle versorgt werden.

Bundesweit einmalig

Bisher lag die Kapazitätsgrenze am Uniklinikum für die aufwändige Therapie bei 40 Fällen, künftig sind es dank dieses bundesweit einmaligen Kooperationsmodells 60 bis 65 Fälle. In Ostbayern sind jedes Jahr rund 400 Menschen von Leukämie betroffen. Bei 70 davon verläuft die Krankheit so schwer, dass ihnen Knochenmark oder Stammzellen eines Spenders transplantiert werden müssen. Lange Wartezeiten oder ein Ausweichen in weit entfernte Krankenhäuser war die Folge.

"Dass wir das erste Uniklinikum in ganz Deutschland sind, dem es gelungen ist, eine solch zukunftsweisende Vereinbarung abzuschließen, macht uns natürlich schon ein wenig stolz", freute sich Professor Dr. Reinhard Andreesen, Direktor der Abteilung Hämatologie und internistische Onkologie an der Uniklinik Regensburg. Und Professor Dr. Ernst Holler, Leiter der Knochenmarktransplantation am Uniklinikum, ergänzte: "Wir haben in Regensburg das Glück, mit Asklepios eine Klinik quasi vor der Haustür zu haben, die für eine solche Partnerschaft wie geschaffen ist.

Für die Asklepios-Klinik bedeutet die Kooperation einen engen Austausch von Wissenschaft und Praxis. Unterstützung erhalten die Professoren von den Krankenkassen, die sich bereit erklärten, das Modell sowohl organisatorisch als auch finanziell mit zu tragen. Anstatt einen Patienten wie bisher rund sechs Wochen bis zwei Monate lang ausschließlich in der Uniklinik zu behandeln, verlegt man ihn nun, sobald die intensiv-medizinische Phase der Therapie abgeschlossen ist, in die Asklepios-Klinik nach Bad Abbach.

Zweistufen-Konzept

Diese Frühverlegung stelle auch eine wichtige Maßnahme zur weiteren Verbesserung der Behandlungsqualität dar, sagte Andreesen. "Das Zweistufen-Konzept, nach dem die Patienten nun behandelt werden, passt die medizinische Versorgung genauestens an die verschiedenen Ansprüche an, die in den unterschiedlichen Therapiephasen erfüllt werden müssen." Eine normale Reha-Einrichtung komme für die Patienten nicht in Frage, da dort die strengen Maßnahmen des Infektionsschutzes, die sie aufgrund ihres geschwächten Immunsystems benötigen, nicht eingehalten werden könnten und oft noch ein erheblicher Bedarf an Pflegemaßnahmen besteht. "Eine Klinik zu finden, die in der Lage ist, unseren Patienten höchste ärztliche und pflegerische Betreuungskontinuität zu garantieren, nahm einige Zeit in Anspruch", berichtet Professor Holler. Asklepios sei hier ein Glücksfall.

Ein halbes Jahr läuft das Projekt nun, rund 20 Patienten wurden in dieser Zeit früh verlegt. "Von über 90 Prozent von ihnen haben wir ausschließlich positives Feedback auf diese Maßnahme bekommen", zieht Holler eine erste Bilanz.

Informationsquelle: http://www.zeitung.org/zeitung/907381-100,1,0.html

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