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Leben mit der Krankheit Krebs

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Ahasveru Offline

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Beiträge: 613

01.08.2006 18:53
Curry und Zwiebel helfen gegen Darmkrebs antworten

Medizin

Curry und Zwiebel helfen gegen Darmkrebs

Rochester - Inhaltsstoffe von Curry und Zwiebeln können gefährliche Darmpolypen zurückdrängen und damit Darmkrebs vorbeugen. Das haben amerikanische Mediziner in einer Pilotstudie an fünf Patienten gezeigt, die an der so genannten familiären adenomatösen Polyposis (FAP) litten. Im Laufe dieser Erbkrankheit bilden sich Hunderte von Polypen im Darm.

Unbehandelt folgt zwangsläufig Darmkrebs. Mit den als Tablette eingenommenen Wirkstoffen Curcumin aus der Curryzutat Gelbwurz und Quercetin aus der Zwiebel konnte die Anzahl und Größe der Darmpolypen stark reduziert werden, berichten Francis Giardiello von der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore und seine Kollegen in der Zeitschrift „Clinical Gastroenterology and Hepatology“ (Online-Vorabveröffentlichung, doi:10.1016/j.cgh.2006.03.020).

Da FAP zu einer Wucherung von Polypen mit anschließendem Darmkrebs führt, war zur Vorbeugung bei allen Patienten bereits ein Teil des Dickdarms operativ entfernt worden. Die Mediziner untersuchten nun über einen Zeitraum von neun Monaten, wie sich unter Einnahme von Curcumin und Quercetin die verbliebenen Polypen im restlichen Verdauungstrakt verhielten. Die Zahl der Polypen ging um 60 Prozent, die Größe um 50 Prozent zurück, stellten die Forscher fest. Dieser Befund bestärkt sie nun, eine klinische Studie mit größerer Beweiskraft in Angriff zu nehmen.

Die Forscher vermuteten schon länger, dass sowohl Curcumin als auch Quercetin eine Wirkung gegen Darmpolypen und Darmkrebs entfalten. Teilweise stützte sich die Annahme aber nur auf Versuche an Zellkulturen und mit Mäusen. Das Kombinationspräparat zeigte bei den Patienten fast keine Nebenwirkungen. Daher könnte es eine gute Alternative zu anderen Medikamenten sein, die von den Patienten schlecht vertragen werden und zu Geschwüren und Blutungen im Verdauungstrakt führen, hoffen die Mediziner.

Über Currysoße und Zwiebelsuppe lassen sich die Wirkstoffe allerdings nicht in ausreichendem Maße einnehmen, da besonders Curcumin im medizinischen Test sehr hoch dosiert war. In Curry macht es nur drei bis fünf Gewichtsprozent aus. /ddp


Informationsquelle: http://www.aerzteblatt.de/v4/news/news.asp?id=25140

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