Sie sind vermutlich noch nicht im Forum angemeldet - Klicken Sie hier um sich kostenlos anzumelden  
Leben mit der Krankheit Krebs

Leben mit der Krankheit Krebs
Ein Forum und Infoportal für Betroffene, Angehörige und Interessierte


Sie können sich hier anmelden
Dieses Thema hat 0 Antworten
und wurde 446 mal aufgerufen
 Aktuelle Nachrichten (alle Krebsarten)
Ahasveru Offline

Administration Forum

Beiträge: 613

31.07.2006 19:01
Wie Prostatakarzinome Testosteron-resistent werden antworten

Medizin

Wie Prostatakarzinome Testosteron-resistent werden

Winston-Salem – Die Strategien der Zellen eines Prostatakarzinoms, mit der diese gegen eine Hormonbehandlung resistent werden, hat eine Arbeitsgruppe vom Wake Forest University Baptist Medical Center beschrieben. „Wir hoffen, dass wir aufgrund dieser Erkenntnisse neue Therapien entwickeln oder die bestehenden besser überwachen können“, erklärte George Kulik aus dem Medical Center. Die Wissenschaftler publizierten ihre Ergebnisse im Journal of Biological Chemistry (2006; 281: 20891-20901).

Das Ziel der Untersuchung war, festzustellen, wie Zellen des Prostatakarzinoms Resistenzen gegen Therapien entwickeln, die die Konzentration von Testosteron im Blut vermindern. „Die normale Reaktion von Prostatazellen auf eine Testosteronblockade ist der Tod“, erklärte Kulik. Neben dem chirurgischen Eingriff und der Strahlentherapie sei daher die so genannte Androgenablation die wichtigste systemische Therapie des Prostatakarzinoms.

Unter der Behandlung verkleinern sich viele Geschwülste oder wachsen langsamer. Nach einer gewissen Zeit entwickeln jedoch fast alle Tumore eine Resistenz gegen die Testosteronblockade und entwickelten sich trotz der Therapie weiter.

Kulik zufolge sind drei Signalwege bekannt, die sich an der Resistenzentwicklung beteiligen: über Phosphoinositide 3-Kinase, epidermal growth factor und ein so genanntes vasoactive intestinal peptide. Kulik und seine Kollegen konnten zeigen, dass alle drei Wege einen gemeinsamen Mechanismus nutzen, und zwar die Inaktivierung eines Proteins namens BAD.

Das Protein verursacht normalerweise den Tod der Zelle. „Offenbar verfügen die Zellen des Prostatakarzinoms über drei redundante Signalwege, die alle drei das Überleben der Zelle bei Testosteronmangel gewährleisten“, so Kulik. Eine Therapie müsse daher nicht an einem der drei Signalwege ansetzen, sondern direkt an BAD und die Inaktivierung des Proteins verhindern. /hil

Informationsquelle: http://www.aerzteblatt.de/v4/news/news.asp?id=25110

 Sprung  

counter
Impressum und Haftungsausschluss - Hinweis zu den Informationen hier

Xobor Forum Software von Xobor | Forum, Fotos, Chat und mehr mit Xobor