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Leben mit der Krankheit Krebs

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Ahasveru Offline

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28.07.2006 13:00
Brustkrebs soll früher erkannt werden antworten

Brustkrebs soll früher erkannt werden

In Fulda startet flächendeckendes Mammographie-Programm für 50- bis 69-jährige Frauen

Von Volker Nies


FULDA/LAUTERBACH In den kommenden Monaten erhalten alle Frauen zwischen 50 und 69 Jahren Post. Sie werden aufgefordert, an einer flächendeckenden Brustkrebs-Vorsorge teilzunehmen. Am Montag nimmt die Mammographie-Einheit Fulda, die für 30 000 Frauen im Landkreis Fulda und im Altkreis Lauterbach zuständig ist, die Arbeit auf.
Mit rund 47 500 Neuerkrankungen jährlich ist der Brustkrebs in Deutschland der häufigste Krebs bei Frauen. Im Laufe ihres Lebens erkrankt jede zehnte Frau daran. In drei von vier Fällen tritt der Brustkrebs nach dem 50. Geburtstag der Frau auf. Zwei Drittel aller Brusttumore werden erst entdeckt, wenn sie größer als zwei Zentimeter sind. Für die betroffenen Frauen bedeutet das radikalere Operationen und geringere Heilungschancen. Ein bundesweites Früherkennungsprogramm für Frauen zwischen 50 und 69 Jahren soll die Behandlungschancen deutlich verbessern. Ziel ist es, die Zahl von 18 000 Frauen, die im Jahr an Brustkrebs sterben, um zehn Prozent zu reduzieren.
Dazu wurde Deutschland mit einem Netz von 90 Zentren, so genannten Mammographie-Screening-Einheiten, überzogen. Diese Zentren machen nichts anderes als Brüste zu röntgen. Binnen zwei Jahren sollen alle Frauen der Altersklasse untersucht werden. Nach 24 Monaten werden die Frauen erneut untersucht.
„Das Ungewöhnliche ist, dass wir uns gerade an die mutmaßlich gesunden Frauen wenden. Mit Hilfe der Einwohnermeldeämter schreiben wir flächendeckend alle Frauen der Altersgruppe an. Wir beginnen im Landkreis Fulda mit den Frauen der Gemeinden Neuhof und Flieden“, erklärt der Fuldaer Radiologe Dr. Norbert Schmidt (52). Die Teilnahme ist freiwillig. Schmidt hofft auf eine Teilnahmequote von 70 Prozent.
Bei der Untersuchung werden von jeder Brust zwei Aufnahmen angefertigt, einmal von oben nach unten und einmal schräg zur Seite. Die Aufnahmen werden später von den besonders geschulten Radiologen Dr. Schmidt und Dr. Nurettin Durdu beurteilt. Weichen ihre Befunde ab, wird eine für das Programm in Hessen verantwortliche Ärztin hinzugezogen. Die Frauen erhalten das Untersuchungsergebnis in der Regel binnen sieben Werktagen. Bei einem Krebsverdacht erfolgen weitere Untersuchungen.
Die Frauen aus Osthessen werden in die Mammographie-Einheit in die Rabanusstraße 11 in der Nähe des Stadtschlosses eingeladen. „Mit der Tiefgarage Heertor und dem Busbahnhof vor der Tür sowie der Nähe zum Bahnhof ist das Zentrum optimal gelegen“, glaubt Schmidt. Seine in der gleichen Straße Radiologenpraxis tritt als Investor für die Einheit auf.
Für den Altkreis Alsfeld sind die Mammographieeinheiten in Marburg und Wetzlar zuständig, die einen Mammographie-Bus im Vogelsberg einsetzen wollen. Die Frauen aus dem Altkreis Schlüchtern sollen sich im in Langen untersuchen lassen, sie können aber auch einen Termin in Fulda vereinbaren.
Die Krebsvorsorgeuntersuchung beim Frauenarzt wird nicht überflüssig, da die Mammographie nur die Brust, nicht andere krebsgefährdete Organe untersucht. Die Strahlenbelastung der Mammographie ist gering und beträgt zehn Prozent der jährlichen Strahlung, der jeder Mensch in Deutschland im Alltag ausgesetzt ist. Die Gefahr, durch die Mammographie Krebs hervorzurufen, ist geringer als das Risiko, einen Tumor nicht oder zu spät zu entdecken. Die Frauen, bei denen in den vergangenen zwölf Monaten eine Mammographie erfolgte, sollen einen neuen Termin vereinbaren.
Zur Untersuchung ist lediglich die Krankenkassenkarte mitzubringen. Die Untersuchungen wird von den Kassen bezahlt. Eine Praxisgebühr fällt nicht an. Für die Frauen, die zuerst angeschrieben werden, findet am 7. August um 20 Uhr im Pfarrheim in der Hauptstraße in Flieden und am 9. August um 20 Uhr im Pfarrgemeindesaal Neuhof Informationsabende statt.

http://www.ein-teil-von-mir.de

28.07.2006 Fuldaer Zeitung

Informationsquelle: http://www.fuldaerzeitung.de/sixcms/detail.php?id=150950

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