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Leben mit der Krankheit Krebs

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Ahasveru Offline

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Beiträge: 613

25.07.2006 20:55
Brustkrebs-Prävention: Tamoxifengabe bietet selten Vorteile antworten

Medizin

Brustkrebs-Prävention: Tamoxifengabe bietet selten Vorteile

Pittsburgh – Frauen mit einem hohen Risiko, an Brustkrebs zu erkranken, haben nur selten einen Vorteil von einer präventiven Tamoxifentherapie. „Für Frauen am unteren Ende der Hochrisikoskala für Brustkrebs besteht eine sehr geringe Wahrscheinlichkeit, dass die Tamoxifentherapie die Mortalität senkt“, sagte Joy Melnikow von der University of California, Davis School of Medicine and Medical Center in Pittsburgh. Die Arbeitsgruppe um Melnikow hat ihre Ergebnisse online in der Zeitschrift Cancer veröffentlicht. Am ersten September wird die Studie im Heft erscheinen.

Tamoxifen bindet an den Östrogenrezeptor und wird für die Therapie von Östrogen-Rezeptor-positiven Mammakarzinomen verwendet. Gleichzeitig soll es die Wahrscheinlichkeit senken, dass Frauen mit einem hohen Brustkrebsrisiko einen invasiven Tumor entwickeln. Die U.S. Preventive Services Task Force und die Canadian Task Force on Preventive Health Care haben daher empfohlen, Frauen mit einem hohen Risiko über die möglichen Vorteile einer präventiven Tamoxifen-Therapie aufzuklären. Die Therapie kann jedoch gravierende Nebenwirkungen mit sich bringen, unter anderem Katarakte, Thrombosen, Tumore der Gebärmutterschleimhaut und Schlaganfälle. Außerdem entwickeln Frauen unter Tamoxifen häufiger ein Östrogen-Rezeptor-negatives Mammakarzinom, wenn sie doch an Brustkrebs erkranken. Dieses hat laut Melnikow eine schlechtere Prognose als die Rezeptor-positiven Tumore.

In ihrer Studie berechneten Melnikow und ihre Kollegen, dass die Lebenserwartung von Frauen mit präventiver Tamoxifentherapie nur dann steigt, wenn das Fünf-Jahres-Risiko für die Entwicklung von Brustkrebs drei Prozent oder mehr beträgt. Die Arbeitsgruppe verwendete dazu ein komplexes mathematisches Modell, das auf einer hypothetischen Gruppe von 50jährigen Frauen beruht. Die Berechnungen zeigten außerdem, dass die Tamoxifenprävention außerordentlich teuer ist. Bei Frauen einer bestimmten Risikogruppe kostete jedes über die Präventionsstrategie gewonnene Lebensjahr 1,3 Millionen US-Dollar. Zum Vergleich: Bei Frauen zwischen 40 und 80 Jahren kostet jedes über eine Mammographie gewonnene Lebensjahr rund 58 000 Dollar. /hil

Informationsquelle: http://www.aerzteblatt.de/v4/news/news.asp?id=25042

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