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Leben mit der Krankheit Krebs

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Ahasveru Offline

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Beiträge: 613

20.07.2006 18:27
Stammzellen als Ursprungszellen tödlicher Hirntumore antworten

Medizin

Stammzellen als Ursprungszellen tödlicher Hirntumore

San Francisco - Die Gliome, die zu den bösartigsten Krebserkrankungen überhaupt gehören, gehen möglicherweise von neuronalen Stammzellen aus. Nach einer Studie in Neuron (2006; 51: 187-199) spielt das Wachstumshormone PHGF alpha eine Schlüsselrolle, was zu neuen Ansatzpunkten in der Therapie führen könnte.

Neuronale Stammzellen finden sich im menschlichen Gehirn in den subventrikulären Zonen in der Nähe der Hirnventrikel. Hier werden auch beim Erwachsenen kontinuierlich neue Nervenzellen gebildet, die dann in bestehende Nervenzellnetzwerke integriert werden. Welchen Nutzen das Gehirn daraus zieht, ist Gegenstand eines viel versprechenden Ansatzes der Hirnforschung, da man sich von der Neubildung der Stammzellen die Regeneration zerstörter Hirnareale erhofft. Das ist jedoch derzeit reine Spekulation, während die Risiken, die von neuronalen Stammzellen ausgehen, real sind.

Zu ihnen gehört die maligne Transformierung, die offenbar Ausgangspunkt für die Bildung von malignen Gliomen ist. Diese Auffassung vertreten jedenfalls Arturo Alvarez-Buylla und Erica Jackson von der Universität von Kalifornien in San Francisco. Zunächst wiesen die Forscher nach, dass neuronale Stammzellen den Rezeptor für den Wachstumsfaktor PDGF alpha exprimieren. Dann untersuchten die Forscher an Mäusen, wie normale Stammzellen auf ein Überangebot von PDGF reagieren: Die Tiere entwickelten innerhalb kurzer Zeit tumorartige Gebilde, die das umgebende Hirngewebe umwucherten, wie dies auch bei Gliomen der Fall ist.

Wurden die Infusionen beendet, kam es zu einer erstaunlichen Zurückbildung der Tumore. Dies beweist letztlich nicht, dass PDGF an der Pathogenese von Gliomen beim Menschen beteiligt sind. Es liefert aber Ansatzpunkte für weitere Experimenten. Denn wenn die Stammzellen wirklich die “böse Saat” sind, als die sie Santosh Kesari und Charles Stiles im Editorial bezeichnet (Neuron 2006; 51: 151-153), dann sollten sich auch pharmakologische Mittel finden, die PDGF-Wirkung zu antagonisieren. Spätestens wenn diese Mittel zur Verfügung stehen, wird man wissen, ob die Hypothesen von Alvarez-Buylla und Jackson zutreffen. /rme

Informationsquelle: http://www.aerzteblatt.de/v4/news/news.asp?id=25006

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