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Leben mit der Krankheit Krebs

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Ahasveru Offline

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Beiträge: 613

19.07.2006 18:30
HNO-Tumor nimmt zu, Brustkrebs ab antworten

HNO-Tumor nimmt zu, Brustkrebs ab

Rund 58.000 Krebskranke gab es im Zeitraum von 1996 bis 2000 in den Alpenregionen, 28.000 sind an Krebs verstorben. Diese Statistik wurde am Mittwoch von Gesundheitslandesrat Richard Theiner im Rahmen einer Pressekonferenz veröffentlicht. Theiner präsentierte dabei den „Krebsatlas Alpenraum 1996-2000“, der in englischer Sprache über die Häufigkeit und Sterberate der Krebsarten in den Alpenregionen Südtirol, Nord- und Osttirol, Trentino, Kärnten und Vorarlberg berichtet.

„Ziel der Studie war der Vergleich der Krebserkrankungen in den untersuchten Alpenregionen im Verhältnis zu nicht alpinen Regionen“, erklärte der Landesrat.

Zwischen 1996 und 2000 sind in Südtirol mehr Männer als Frauen an Krebs erkrankt. Rund 6.000 Männern stehen 5.000 Frauen gegenüber. In diesem Zeitraum starben rund 2.200 Frauen und 2.900 Männer an der heimtückischen Krankheit. Untersucht wurden alle Krebsarten außer den Hautkrebserkrankungen. Auch die Risikofaktoren, die zu Krebserkrankungen führen können, wurden in der Studie nicht erfasst.

Bei den Männern lässt sich laut Studie ein erhöhtes Risiko für die Hals-Nasen-Ohren-Krebsarten feststellen. Dazu zählen Gehirntumore und Krebserkrankungen in der Mundhöhle, der Speiseröhre und dem Kehlkopf. Grund für das erhöhte Risiko sei vor allem das Rauchen und ein erhöhter Alkoholkonsum, im schlimmsten Falle sogar die Kombination von beiden, erläuterte Francesco Bellù, Onkologe des Tumorregisters in Südtirol.

Interessant ist auch die Entwicklung beim Prostatakrebs. „In Nordtirol kommt diese Art des Krebses am häufigsten vor, die Sterberate ist aber sehr gering. Auch in Südtirol sind wir auf einem guten Weg, die Sterbequote von Prostatakrebspatienten zu senken“, erklärte Primar Eduard Egarter-Vigl, der Leiter des Tumorregisters in Südtirol. Und Bellù stellte fest, dass vor allem im Brixner Raum ein „erhöhter Anteil an Prostata-Patienten vorliegt.“

Gute Neuigkeiten konnte Bellù hingegen beim Gebärmutterhals- und Brustkrebs melden. Beide Erkrankungen seien deutlich zurückgegangen und auch unter dem italienischen Durchschnitt. Dagegen liegt der Magenkrebsanteil in Südtirol bei den Frauen deutlich höher als bei den Männern.

Landesrat Theiner gab sich überzeugt, einige Schlüsse aus der Studie gezogen zu haben. „Bewegung, Verzicht auf das Rauchen und der bewusste Umgang mit Alkohol sind ein wichtiger Faktor in der Krebsvorsorge“, erklärte er. Außerdem sei ein möglichst umfassendes Screening-Programm sicher hilfreich, um einen beträchtlichen Teil des Krebsrisikos aufzufangen.

Daniel Hofer

Informationsquelle: http://www.dolomiten.it/nachrichten/arti...=da&ArtID=79808

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