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Leben mit der Krankheit Krebs

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Ahasveru Offline

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19.07.2006 13:10
Beratungsstelle weiht heute Nachmittag ihr neues Domizil in der... antworten

Beratungsstelle weiht heute Nachmittag ihr neues Domizil in der Töngesgasse 39 ein Wir helfen Krebs-Patienten

Innenstadt. Seit zwei Jahren gibt es in Frankfurt die Krebsberatung der Hessischen Krebsgesellschaft. Nachdem sich der Verein zunächst einen Raum im Gesundheitsamt mit anderen Einrichtungen teilte, bezog er kürzlich zum ersten Mal eigene Räume. Heute Nachmittag ab 16 Uhr feiern die Helfer die Eröffnung ihrer Krebsberatungsstelle in der Töngesgasse 39.

„Angefangen haben wir im Juli 2004 mit sechs Stunden Beratung pro Woche“, erinnert sich die Leiterin der Beratungsstelle, Elvira Muffler. Bis zum Jahr 2003 habe die Deutsche Krebsgesellschaft (DKG) in Frankfurt eine Beratungsstelle unterhalten. „Die Beratungsstellen werden eigentlich von den Landesgesellschaften betrieben. Aufgabe der DKG sind eigentlich Prävention und Forschung.“ Allerdings hinke Hessen bei der psychosozialen Betreuung von Krebspatienten und ihren Familien bundesweit etwas hinterher. Ist Frankfurt doch erst die dritte hessische Beratungsstelle.

Seit Eröffnung der neuen Beratungsstelle zahle die Stadt im Jahr 15 000 Euro. „Bald fanden wir zusätzliche Geldgeber und bauten die Beratung Stück für Stück aus“, sagt Elvira Muffler. Neben Mitteln der Deutschen Rentenversicherung Bund (früher Bundesanstalt für Angestellte) erhalte die Beratungsstelle eine Anschubfinanzierung der Hector-Stiftung in Mannheim. Heute teilen sich zwei hauptamtliche Mitarbeiterinnen eine Stelle. „Wir haben täglich geöffnet. Termine gibt es nur nach Vereinbarung.“

Ziel sei es, möglichst bald das Geld für drei ganze Stellen zu haben, sagt Frau Muffler. In Frankfurt gebe es 20 000 Krebskranke. Jedes Jahr kämen 2000 Patienten hinzu. „Ein Drittel davon benötigt psychosoziale Betreuung, oft auch ihre Familien. Anfangs war unsere Arbeit nur ein Tropfen auf einen heißen Stein. Mit drei ganzen Stellen wären wir gut ausgestattet.“

Der Platz im Gesundheitsamt sei zu eng geworden, sagt Muffler. Zumal in der Krebsberatungsstelle neben der psychosozialen Arbeit der frühere Leiter des Tumorzentrums Rhein-Main, Professor Paris Mitrow, auch medizinische Beratung biete. „Außer einem Gruppenraum stehen nun vier kleine Räume für Einzelgespräche zur Verfügung.“

In erster Linie gehe es darum, den Betroffenen die Angst vor ihrer Krankheit zu nehmen. „Zur Krankheitsverarbeitung gehört immer dazu, sich mit einem sich verändernden Körper auseinander zu setzen und ihn zu akzeptieren.“ Wichtig sei auch, in den Alltag wieder hinein zu finden. „Man muss mit der Unsicherheit, die ins Leben Einzug gehalten hat, zurechtkommen“, schildert Frau Muffler. Bei schweren Entscheidungen stehe die Beratungsstelle den Krebspatienten zur Seite. „Etwa wenn es darum geht: Soll ich eine Therapie, eine Operation, eine Behandlung mitmachen?“ Die Entscheidung abnehmen könnten die Berater aber niemandem. „Aber der Ratsuchende wird in seiner ganz persönlichen, individuellen Entscheidung begleitet. Bis er weiß, was für ihn das Richtige ist.“ Neben der Einzelberatung spiele die Paar- und Familienberatung eine große Rolle. „Chronische Erkrankungen wirken sich auf das gesamte Umfeld eines Patienten aus.“ Daher müssten sich auch Familie und Freunde mit Fragen von Krankheit, Gesundheit, Leben, Sterben und Tod auseinander setzen. Dabei helfen auch Gruppensitzungen.

Auch bei sozialrechtlichen Fragen biete die Krebsberatung Hilfe. „Sei es bei der Suche nach Reha-Maßnahmen, dem Beantragen eines Schwerbehinderten-Ausweises oder dem Beantragen von finanzieller Hilfe“, erklärt Elvira Muffler. Oft entstünden durch Fahrtkosten, Zuzahlung bei Behandlung und Medikamenten und Behandlungen oder durch eine spezielle Ernährung zusätzliche Kosten. „Wer nur eine kleine Rente hat oder wenn bei Familien ein Elternteil ausfällt, ist das nicht leicht zu meistern.“

Besucher sind zur Eröffnungsfeier herzlich willkommen. Sie beginnt heute um 16 Uhr. Nach einleitenden Worten zur Krebsberatung in Frankfurt und Hessen gibt es ab 17 Uhr Musik mit Emil Mangelsdorff und eine Ausstellung mit Bildern von Alf Keller. (hau)

Die Beratungsstelle in der Töngesgasse 39 ist telefonisch unter 21 99 08 87 zu erreichen, Infos gibt es im Internet unter http://www.krebsberatung-hessen.de.

Informationsquelle: http://www.rhein-main.net/sixcms/list.ph...icle&id=3087640

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