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Leben mit der Krankheit Krebs

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Ahasveru Offline

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Beiträge: 613

10.07.2006 20:00
Projekt für Mütter mit der Erstdiagnose einer Krebserkrankung und ihre Kinder antworten

Projekt für Mütter mit der Erstdiagnose einer Krebserkrankung und ihre Kinder

REXRODT VON FIRCKS STIFTUNG: Mit dem Projekt "gemeinsam gesund werden" soll es für Mütter mit der Erstdiagnose Krebs und ihren Kindern in Zukunft einen "geschützten Raum" geben, in dem sie wieder Mut fassen, auf Heilung hoffen und sich "unbelastet" für ein Leben zurück in den Alltag vorbereiten können.

STIFTUNGSPROJEKT "GEMEINSAM GESUND WERDEN": Für Mütter mit der Erstdiagnose einer Krebserkrankung gemeinsam mit ihren Kindern.

Der Gedanke zur Stiftung entstanden aus: meinen Erfahrungen, der Furcht vieler junger Mütter, den angsterfüllten Fragen der Kinder und getragen von aller betroffenen Mütter Sehnsucht nach Mut und Hoffnung auf ein noch langes gemeinsames Leben.

Zwei Jahre nach der Diagnosestellung, dass ich Brustkrebs habe, fuhr ich mit meinen Kindern in eine Rehabilitationsklinik für Onkologie. Ich musste mich von einer OP erholen und suchte Zuspruch, Mut und Hoffnung. Doch traf ich dort junge Frauen mit ihren Kindern, die bereits Metastasen hatten, manche waren schon sehr krank. Ich erfuhr viel über ihre Leiden und konnte nicht umhin, Vergleiche anzustellen. Manche Frauen hatten einen viel harmloseren Primärtumor gehabt als ich. "Pass bloß auf", sagten mir einige Frauen, die das zweite Mal erkrankt waren. Manchmal sah ich mich schon unter den Rückfallpatienten. Angst schlich sich bei mir ein und wurde zunehmend größer. Immer wieder musste ich an meine Vernunft appellieren, mir selbst vorsagen, dass ich nun mal in einer Hochburg für Krebserkrankte sei und die Geheilten in der Regel nicht mehr hier hin kämen. Manchmal aber weinte ich auch und all meine Strategien für die Hoffnung schwanden dahin, denn das Leid um mich herum war zu groß.

Ebenso traumatisierte meine Kinder die Situation, dass dort viele Mütter doch schon das zweite oder dritte Mal die Haare verloren hatten, "weil der Krebs zurückgekommen war". Die Kinder unterhielten sich über die Krankheiten ihrer Mütter. Zum einen war es für meine drei wichtig zu erleben, dass sie nicht die einzigen Kinder mit einer an Krebs erkrankten Mutter waren, zum anderen hat sie das Miterleben der Mütter mit Metastasen schockiert und verunsichert. Erst Monate bis Jahre später habe ich von dem Ausmaß ihrer Verunsicherung und Ängste erfahren, obwohl ich immer all meine Sinne für ihre nicht sofort hörbaren Nöte offen zu haben geglaubt hatte. Die Kinder begannen meine Nachsorgeuntersuchungen zu fürchten, und Sebastian, mein Mittlerer wollte fortan mich jedes Mal begleiten. Mit der Zeit verstärkten sich ihre eigenen Sorgen, auch um die Kinder aus der Kur: "Lebt die Mutter von Thomas wohl noch?" "Jetzt sind bei dir drei Jahre um, und da hatte die Mutter von Thomas die Metastasen bekommen." "Lass deine Haare besser nicht lang wachsen. Das hatte die Mutter von Kathrin getan, und dann hat sie wieder Krebs bekommen und alle sind ihr wieder ausgefallen."

Es ist der "geschützte Raum", der fehlt, und gerade dieses Fehlen kann unseren Kindern Zuversicht nehmen, ihre Geborgenheit nachhaltig zerstören und bei uns Erkrankten den Prozess der Heilung hemmen. Nicht, dass ich damit aussagen möchte, dass wir das Risiko eines Rückfalls leugnen sollten. Nein, ich bin mir sicher, dass wir Krebskranken um dieses mögliche Schicksal wissen. Wir haben aber ein Anrecht darauf, hoffen zu dürfen, dass wir auch wieder gesund werden können. Viele Krebserkrankungen sind heilbar. Frühzeitig diagnostiziert, liegen die Heilungschancen bei Brustkrebs z.B. bei ca. 90%. Die beste Nutzung dieser Chance ergibt sich dann, wenn wir uns uneingeschränkt, selbstverständlich Hand in Hand mit der hochmodernen Medizin in kompetenten Zentren, unter denjenigen sehen können, die es schaffen werden.

Bisher besteht für Mütter mit der Erstdiagnose einer Krebserkrankung die Möglichkeit, entweder auf eine Rehabilitation zu verzichten, oder eine alternative Versorgungsmöglichkeit für ihre Kinder zu finden und sich alleine in die Rehabilitation zu begeben, oder in einem der wenigen Häuser, die Mütter mit Kindern aufnehmen und gleichzeitig onkologisch erfahren sind, die Konfrontation mit Müttern, die fortgeschrittene Krankheitsbilder aufweisen, zu erleben. Bei vielen Patientinnen mit der Erstdiagnose breiten sich Ängste und Resignation aus. Die Hoffnung sinkt, das ohnmächtige Gefühl, ich werde dann wohl auch bald "dazugehören" wird unberechtigterweise verstärkt.

Automatisch wird verglichen, werden angsterfüllt Fragen gestellt: "Wie große war dein Tumor? Was hattest du für ein Grading? Waren Lymphknoten befallen"? Nicht nur für die Mütter, sondern, wie oben beschrieben, auch für die Kinder, stellt dies eine extreme Belastung dar, die dem eigentlichen Rehabilitationsgedanken, nämlich die Patienten in ihrer Ganzheit für die "Teilhabe am Leben" zu unterstützen und zu fördern, entgegensteht.

Sehr viele Mails, Briefe und Anrufe bekomme ich von jungen Müttern, die sich vor solchen Erlebnissen fürchten und deswegen auf eine Rehamaßnahme verzichten, aus der Behandlung am liebsten weglaufen möchten und auf gar keinen Fall noch einmal so eine Erfahrung machen wollen.

So ist in mir der Wunsch gewachsen, diesen fehlenden Raum ins Leben zu rufen, ein Raum, der für beide, Mutter und Kind, sehr heilsam sein kann. Die Stiftung soll helfen, dies zu verwirklichen.

Ziel der Stiftung:

Mit dem Projekt "gemeinsam gesund werden" soll es für Mütter mit der Erstdiagnose Krebs und ihren Kindern in Zukunft einen "geschützten Raum" geben, in dem sie wieder Mut fassen, auf Heilung hoffen und sich "unbelastet" für ein Leben zurück in den Alltag vorbereiten können. Das bedeutet:

Der Mutter und ihrem/n Kind/ern einen Rehaaufenthalt oder eine Kurmaßnahme in einer Klinik zu ermöglichen, in der ausschließlich Mütter mit Erstdiagnose einer Krebserkrankung aufgenommen werden, um die oben beschriebene, häufig eintretende gravierende Traumatisierung sowohl der Betroffenen, insbesondere aber die ihrer Kinder zu vermeiden und somit Mut und Hoffnung zu fördern - Hand in Hand mit der modernen Schulmedizin die drei wichtigsten Elemente zur Unterstützung des Heilungsprozesses - damit ein bestmöglich geebneter Weg zurück in den Alltag des Lebens beschritten werden kann.

Umsetzung:

Das Projekt wird in einer Rehabilitations- oder Kurklinik umgesetzt. Die Verantwortung für die medizinische Behandlung übernimmt die entsprechende Einrichtung. Die Kosten der finanziellen Mehrbelastung, die nicht durch die öffentlichen Leistungsträger gedeckt sind, übernimmt die Stiftung.

Während des Aufenthalts werden nicht nur die Mütter psychologisch betreut, sondern stehen vor allem die Kinder im Blickfeld der Behandlung.

Schulpflichtige Kinder gehen vor Ort zur Schule, um keine zu große Entfremdung vom häuslichen Alltag entstehen zu lassen.

Kleinkinder und Babys werden in altersgerechten Krabbel- und Spielgruppen betreut.

Es werden Experten für Fachvorträge eingeladen, u.a. zum Thema "Nachbehandlung" und insbesondere zum Thema "Komplementärmedizin" und - das liegt mir besonders am Herzen - "das Geschäft mit der Angst".

Die Betreuung von Mutter und Kind geht über den in der Regel drei - bis vierwöchigen Behandlungszeitraum hinaus.

Mütter und Kinder werden auch, wenn sie wieder zu Hause sind, nicht gänzlich aus der "Obhut" entlassen. An zwei Wochenenden pro Jahr sind gemeinsame Treffen geplant.

Ein von Psychologen und Ärzten betreuter, hauseigener E-Mail Kummer/Frage Kasten für Mutter und Kind wird eingerichtet.

Ich selbst werde alle vier Wochen in der entsprechenden Einrichtung sein, Treffen anbieten und von meinen eigenen Erfahrungen berichten.

Über Annette Rexrodt von Fircks:

Die Diplomdolmetscherin und -übersetzerin Annette Rexrodt von Fircks wurde in Essen geboren und hat dort ihre Kindheit und Jugendzeit verbracht. Nach Abschluss des Studiums zog sie in die Nähe von Düsseldorf und gründete eine Familie. Sie war Mutter von drei kleinen Kindern, als sie im Alter von fünfunddreißig Jahren die Diagnose Brustkrebs, im weit fortgeschrittenem Stadion, erhielt. Es schien, als hätte sie nicht mehr lange zu leben.

Doch sie ließ sich nicht entmutigen und beschloss alles zu tun, um zu leben. Sie erstellte Ihre eigenen Strategien und war Hand in Hand mit der modernen Schulmedizin schließlich erfolgreich. Heute, im Jahr 2006, acht Jahre danach, geht es ihr gut.

Die Bestsellerautorin Annette Rexrodt von Fircks hat drei Bücher geschrieben und zwei Broschüren als erste "Wegweiser zur Genesung" verfasst. Ihr Wunsch ist es, krebskranken Menschen und deren Angehörigen die vielfältigen Möglichkeiten aufzuweisen, die man nutzen kann, um Heilung zu unterstützen.

Vor allem aber möchte sie Mut machen und Hoffnung geben. Um ihre positiven Erfahrungen persönlich weiterzugeben, hält sie in ganz Deutschland Lesungen und Vorträge und engagiert sich seit zwei Jahren aktiv im Gesundheitswesen. Im September 2005 gründete sie die "Rexrodt von Fircks Stiftung für krebskranke Mütter und ihre Kinder".

Vorstand:

Annette Rexrodt von Fircks
Dieter-Johannes Esser
Bodo Wardin

Spendenkonto:

Deutsche Bank Düsseldorf
Kto.-Nr.: 3 253 333
BLZ: 300 700 10

Volksbank Rhein-Wupper
Kto.-Nr.: 100 38 000 12
BLZ: 375 600 92

Kontakt:

RvF-Stiftungsverwaltung:
B&W Verlagskontor GmbH
Zum Scheider Feld 12
51467 Bergisch Gladbach

Fon: 0 22 02 / 18 89 -27
Fax: 0 22 02 / 18 89 -22

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