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Leben mit der Krankheit Krebs

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Ahasveru Offline

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Beiträge: 613

23.06.2006 10:43
"Noch immer ein Tabu" antworten

"Noch immer ein Tabu"

St.-Barbara-Klinik und St.-Marien-Hospital gründen Darmzentrum Ziele: Qualitätsbündelung und Aufklärung über häufigste Krebserkrankung

HAMM · "Wenn wir jeden ab 50 Jahren frühzeitig untersuchen könnten, läge die Chance, einen Darmkrebs zu vermeiden, insgesamt bei 95 Prozent," sagt der Gastroenterologe Dr. Peter Rohde - "Und ein Darmzentrum wäre gar nicht nötig", ergänzt Dr. Hans Wilhelm Wiechmann, Ärztlicher Direktor der Barbara-Klinik. Doch die Realität sieht anders aus: Darmkrebs ist bei Frauen und Männern die zweithäufigste Krebsart, die häufigste ist bei Frauen der Brust-, bei Männern der Prostatakrebs. Jährlich sterben 29 000 Menschen an Darmkrebs. Allein 200 Hammer erhalten jährlich die Diagnose.

Die Zahlen sind ein Grund für die Gründung des Darmzentrums durch die Mediziner der St.-Barbara-Klinik und des St.-Marien-Hospitals. "Darmkrebs ist noch immer ein Tabu-Thema", sagt Rohde. Die Aufklärung über die Krankheit mit durchaus guten Heilungschancen ist allen ein Anliegen. Schon zehn Jahre vor Ausbruch weisen Polypen im Dickdarm auf das Risiko hin. "Werden diese entfernt, besteht kaum eine Gefahr", so der Facharzt für Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes. Krankenkassen zahlten ab dem 55. Lebensjahr die Vorsorgeuntersuchung. Die Mediziner empfehlen allerdings den ersten Check mit 50 Jahren und dann alle zehn Jahre. Eine solche Untersuchung koste etwa 150 Euro, wenn sie privat bezahlt werde.

"In Münster und Recklinghausen gibt es Darmzentren. Wir wollen in der Region Warendorf, Hochsauerlandkreis, Münster und Hamm eine Lücke schließen", sagt Wiechmann. Heute kämen 3000 Menschen jährlich zur Darmspiegelung. "Es sollten 10 000 werden." Qualitätssicherung und eine Bündelung aller Fachkräfte aus beiden Häusern - von der Vorsorge über die Behandlung bis zur Nachsorge - ist Programm. Vorbild ist das bereits bestehende Brustzentrum. Auch für das Darmzentrum ist ein Ziel eine Zertifizierung. Das Brustzentrum erhielt diese durch die Ärztekammer NRW im März. Darmzentrum sei noch kein geschützter Begriff. Momentan werde an einem Katalog gearbeitet, der die Voraussetzungen für ein solches Zeugnis darstelle.

"Wir erfüllen mit der Infrastruktur, zwei unabhängigen Chirurgien und der personellen Qualifikation alle Voraussetzungen für ein solches Zertifikat", sagen Dr. Ansgar Röhrborn (Marien-Hospital) und der Proktologe Dr. Matthias Kraemer, auf Erkrankungen im Enddarmbereich spezialisiert.

Der Patient wolle doch wissen, was der Arzt kann. "Solche Zentren wird es in Zukunft immer häufiger geben", sagt Wiechmann. Die USA und Großbritannien machten es vor. · ksb

Informationsquelle: http://www.westfaelischer-anzeiger.de/lo...y.php?id=194725

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