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Leben mit der Krankheit Krebs

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Ahasveru Offline

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21.06.2006 19:31
ProstataCa: Neues Untersuchungsverfahren spürt verborgene Metastasen auf antworten

Medizin

ProstataCa: Neues Untersuchungsverfahren spürt verborgene Metastasen auf

Los Angeles – Forscher der University of Southern California (USC) haben ein neues Verfahren zur Entdeckung von Metastasen des Prostatakarzinoms entwickelt. Sie stellen dieses in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift Journal of Clinical Oncology vor (2006; 24 (18): 2735-2742).

Der Häufigkeitsgipfel des Prostatakarzinoms liegt jenseits des 70. Lebensjahres. Das Frühstadium der Erkrankung ist häufig symptomlos. Daher besteht bei Diagnosestellung häufig die Gefahr bereits bestehender Metastasen.

Dank eines geschärften Bewusstseins und gehäufter und verbesserter Screenings, sehen wir immer mehr Männer, bei denen die Diagnose in frühen Stadien gestellt wird. Den meisten dieser Patienten kann mit chirurgischen Eingriffen oder Radiotherapie geholfen werden“, berichtet Richard Cote, Professor für Pathologie und Urologie an der Keck School of Medicine of USC. Ein Teil der Patienten habe jedoch später Metastasen des Prostatakarzinoms, obwohl die Lymphknoten zum Zeitpunkt der Operation nicht befallen schienen, so Cote.

Die Forscher der USC untersuchten 3.914 Lymphknoten von 180 Patienten nach radikaler Prostatektomie, deren histologischer Nachweis negativ ausgefallen war. Sie verwendeten ein spezielles immunhistologisches Verfahren. Dieses sucht nach Zellen, die mit bestimmten Antikörpern für Zytokeratine und prostataspezifisches Antigen reagieren. Anhand des Tests fanden die Forscher in den Lymphknoten von 24 der Patienten verborgene Tumorzellen. „Der Test ist sensitiver als jedes klinische, pathologische oder Bild gebende Verfahren“, erklärt Cote. Weitere Untersuchungen der USC-Wissenschaftler zeigten, dass die Präsenz von verborgenen Tumorzellen in Lymphknoten mit erhöhten Rezidivraten und einer geringeren Lebenserwartung einhergehen.

Derzeit erprobt das Team anhand des Testverfahrens verborgene Metastasen von Mamma- und Bronchialkarzinom aufzuspüren. Dabei untersuchen sie nicht nur Lymphknoten-, sondern auch Knochenmarkszellen. „Die Möglichkeit, verborgene Metastasen aufzuspüren ist entscheidend für die Identifikation von Patienten, denen eine systemische Therapie den größten Nutzen bringen würde, sowie solcher, denen man eine unnötige Therapie ersparen könnte“, so Cote. /hil

Informationsquelle: http://www.aerzteblatt.de/v4/news/news.asp?id=24636

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