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Leben mit der Krankheit Krebs

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 Genaue Beschreibung der Krebsarten
ingoborm Offline

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Beiträge: 348

25.03.2006 13:54
Gebärmutterhalskrebs/Zervixkarzinom antworten

Zervixkarzinom
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Ein Zervixkarzinom oder Gebärmutterhalskrebs ist eine bösartige Wucherung des Gebärmutterhalses.

Inhaltsverzeichnis

* 1 Häufigkeit
* 2 Entstehung
* 3 Krankheitsverlauf/Symptome
* 4 Diagnose
* 5 Therapie
* 6 Vorbeugung

Häufigkeit

Das Zervixkarzinom ist noch immer einer der am häufigsten vorkommenden bösartigen Tumoren bei Frauen (16%). Früher war es der häufigste Genitalkrebs der Frau, doch durch Früherkennungsuntersuchungen konnte die Häufigkeit in Mitteleuropa auf ca. 25% aller Genitalkarzinome gesenkt werden. Der Altersgipfel für dieses Karzinom liegt bei 45 - 55 Jahren, die Vorstufen können jedoch schon bei 20- bis 30-jährigen Patientinnen auftreten.

Entstehung

Die Krankheitsentstehung ist noch nicht in allen Einzelheiten geklärt. In erster Linie wird jedoch eine Infektion mit dem Humanen Papilloma-Virus (HPV) dafür verantwortlich gemacht. Die Infektion mit diesen Viren erfolgt heutzutage meist schon in jugendlichen Jahren bei den ersten Sexualkontakten. Anschließend können diese Viren oft jahrelang inaktiv bleiben. Nach heutigem Kenntnisstand erhöht sich das Erkrankungrisiko durch frühen ersten Geschlechtsverkehr, häufigen Partnerwechsel, mangelnde Hygiene und damit verbundene Infektionen mit Humanen Papilloma-Viren (HPV). Allerdings ist auch eine Infektion und anschließende Erkrankung ohne einen Sexualkontakt, mit Eindringen (Penetration) des Penis eines Partners, möglich. Dies erklärt den seltenen Befall von Jungfrauen und Nonnen.

Rauchen ist ein wichtiger Co-Faktor, da sich Nikotin und Nikotinabbauprodukte in sehr hoher Konzentration im Zervikalschleim anreichern.

Krankheitsverlauf/Symptome

Hinsichtlich der Krebsentstehung entwickeln jedoch nur 2 - 8 % der Infizierten Zellveränderungen, die ein Vorstadium für eine Krebserkrankung darstellen, oder sogar anschließend ein Karzinom. Die Mehrzahl der Betroffenen ist aber wohl dank eines funktionierenden Immunsystems in der Lage, das Virus in Schach zu halten oder letztlich zu eliminieren. Die Bildung eines Zervixkarzinoms erfolgt in der Regel völlig unauffällig und schmerzfrei. Nur gelegentlich können mehr oder minder leichte Schmierblutungen auf ein solches Geschehen hinweisen. Erst wenn der Tumor größer wird und mit Geschwürsbildung zerfällt, kommt es zu fleischwasserfarbigem, süßlich riechendem Ausfluss, unregelmäßigen Zwischenblutungen und Kontaktblutungen z.B. beim Geschlechtsverkehr.

Unbehandelt wächst der Tumor in Harnblase, Rektum und andere Strukturen des kleinen Beckens ein und zerstört diese. Weiterhin kommt es zu lymphogenen und hämatogenen Metastasen ("Tochtergeschwulsten").

Diagnose

Die Vorstufen eines Karzinoms können durch Abstrichuntersuchungen festgestellt werden und sie sollten auf Grund der heutzutage schon sehr früh möglichen Infektion mit HPV schon ab dem 20. Lebensjahres jährlich durchgeführt werden.

Ist bei der Spekuloskopie vom makroskopischen Erscheinungsbild der Verdacht einer Veränderung vorhanden, sollte vergleichbar der Vorsorgeuntersuchung immer eine HPV-Typisierung (DNA-Dehybrdisierung) durchgeführt werden. Bei verdächtigen Befunden ist Abstrichnahme frühestens nach 8 Wochen zu wiederholen und ggf. um eine histologisch Probenentnahme zu erweitern. Ohne positiven HPV gibt es keinen Gebärmutterhalskrebs.

Therapie

Die Behandlung ist stadienabhängig.

Stadium 0 ("Carcinoma in situ") = Kein Durchbruch ins gesunde Gewebe, per Definition keine Bösartigkeit

Stadium I = Befall nur des Gebärmutterhalses

Stadium II= Befall des Beckenbindegewebes (der Parametrien) und/oder der Scheide im oberen Drittel

Stadium III = Befall des Beckenbindegewebes bis zur Beckenwand und/oder des unteren Drittels der Scheide

Stadium IV = Befall der Blase, des Enddarmes, Fernmetastasierung

Nur bei ganz oberflächlichen Karzinomen (Carcinoma in situ) kann noch gebärmuttererhaltend operiert werden, indem ein Kegel (Konus) aus dem Gebärmutterhals herausgeschnitten wird. Bei späteren Stadien wird die OP nach Wertheim-Meigs oder aber die Strahlentherapie durchgeführt.

Solange keine Fernmetastasen aufgetreten sind und die Gebärmutter inkl. Lymphknoten entfernt wurde, liegt die 5-Jahres-Überlebensquote bei >70%.

Vorbeugung

Die Entwicklung eines wirksamen Impfstoffs zur vorbeugenden Immunisierung gegen HPV ist schon weit gediehen und steht vor dem Abschluss. Forscher rechnen damit, dass möglicherweise schon 2006 ein Impstoff zugelassen werden kann.


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