Sie sind vermutlich noch nicht im Forum angemeldet - Klicken Sie hier um sich kostenlos anzumelden  
Leben mit der Krankheit Krebs

Leben mit der Krankheit Krebs
Ein Forum und Infoportal für Betroffene, Angehörige und Interessierte


Sie können sich hier anmelden
Dieses Thema hat 0 Antworten
und wurde 561 mal aufgerufen
 Studien
Ahasveru Offline

Administration Forum

Beiträge: 613

26.05.2006 17:56
Brustkebsrisiko erblich vorbelasteter Frauen sinkt mit Zahl der Schwanger... antworten

Medizin

Brustkebsrisiko erblich vorbelasteter Frauen sinkt mit Zahl der Schwangerschaften

Heidelberg – Das Brustkrebsrisiko erblich vorbelasteter Frauen über 40 Jahren sinkt mit der Anzahl ihrer Schwangerschaften. Zu diesem Ergebnis kommt die International BRCA1/2 Carrier Cohort Study (IBCCS). An dieser ist auch das Deutsche Krebsforschungszentrum DKFZ in Heidelberg beteiligt.

Es ist bekannt, dass Frauen mit Mutationen in den Genen BRCA1 und BRCA2 ein erhöhtes Brustkrebsrisiko haben. In der Allgemeinbevölkerung wirken sich die Zahl der Schwangerschaften, eine erste Schwangerschaft in jungen Jahren und Stillen als Schutzfaktoren aus. Wie sieht es aber bei den Mutationsträgerinnen aus? Dieser Frage sind Forscher in Westeuropa und Kanada in der IBCCS nachgegangen. Alle 1.600 Studien-Teilnehmerinnnen hatten ein Mutation in den Genen BRCA1 oder BRCA2. Davon waren 853 an Brustkrebs erkrankt.

Die Wissenschaftler stellten fest, dass das Brustkrebsrisiko von Frauen mit einem Kind genauso hoch ist wie das Risiko kinderloser Frauen. Bei Müttern mehrerer Kinder sinkt jedoch das Risiko, ab 40 an Brustkrebs zu erkranken, mit jedem weiteren Kind um 14 Prozent. Dies ist möglicherweise dadurch bedingt, dass die Milch produzierenden Zellen im Drüsengewebe erst während einer Schwangerschaft vollständig ausreifen. Die Forscher vermuten eine negative Korrelation zwischen dem Reifungsgrad der Zellen und dem Entartungsrisiko.

Ein deutlicher Unterschied zeigte sich bei der Unterscheidung der Mutationsart. Für Frauen mit Mutation im BRCA2-Gen gilt: Trägerinnen, die ihre erste Schwangerschaft im höheren Lebensalter erleben, haben ein etwa verdoppeltes Brustkrebsrisiko gegenüber Erstgebärenden unter 20 Jahren. Bei Trägerinnen einer Mutation im BRCA1-Gen stellten die Wissenschaftler genau das Gegenteil fest: Das Risiko, an einem Mammakarzinom zu erkranken, war bei den Frauen niedriger, die ihr erstes Kind in einem Alter von 30 oder mehr Jahren bekamen.

Es spielte keine Rolle für das Krebsrisiko, ob die Schwangerschaften durch eine Fehlgeburt oder eine Abtreibung vorzeitig beendet wurden. Auch die Stillgewohnheiten scheinen bei Mutationsträgerinnen keinen Einfluss auf das Erkrankungsrisiko zu haben. /hil

Deutsches Krebsforschungszentrum


Informationsquelle:
http://www.aerzteblatt.de/v4/news/news.asp?id=24337

 Sprung  

counter
Impressum und Haftungsausschluss - Hinweis zu den Informationen hier

Xobor Forum Software von Xobor | Forum, Fotos, Chat und mehr mit Xobor