Sie sind vermutlich noch nicht im Forum angemeldet - Klicken Sie hier um sich kostenlos anzumelden  
Leben mit der Krankheit Krebs

Leben mit der Krankheit Krebs
Ein Forum und Infoportal für Betroffene, Angehörige und Interessierte


Sie können sich hier anmelden
Dieses Thema hat 0 Antworten
und wurde 467 mal aufgerufen
 Aktuelle Nachrichten (alle Krebsarten)
Ahasveru Offline

Administration Forum

Beiträge: 613

26.05.2006 17:47
Krebs-Medikament stoppt Makula-Degeneration antworten

Krebs-Medikament stoppt Makula-Degeneration

Fachleute diskutieren am Kongress der Deutschen Ophthalmochirurgen neue Forschungsergebnisse

Nürnberg - Ein Magenkrebs-Medikament verspricht nach neuesten Erkenntnissen von Augenchirurgen Hilfe bei drohender Altersblindheit. Bei 95 Prozent der damit behandelten 716 Patienten habe der schleichende Sehverlust gestoppt, bei jedem Vierten sogar die Sehfähigkeit erheblich verbessert werden können, berichteten Fachleute am Freitag auf dem bis Sonntag, 28. Mai dauernden Kongress der Deutschen Ophthalmochirurgen (Augenchirurgen/DOC) in Nürnberg.

Alle Patienten hätten unter der so genannten feuchten altersbedingten Makula-Degeneration (AMD) gelitten. Bei dem Kongress beraten die Mediziner über neue Behandlungsmethoden in der Augenheilkunde.

Durchbruch in der Behandlung

Bisher hat die Augenerkrankung nach Angaben von Kongress- Präsident und Augenarzt Armin Scharrer (Fürth) nur mit einer aufwendigen Laser- und Cortison-Therapie behandelt werden können. Aber auch diese habe die Krankheit nur vorübergehend aufgehalten. Der erfolgreiche Einsatz der Magenkrebs-Medikamente Avastin, Lucentis und des allerdings noch nicht zugelassenen Präparats Macugen stelle in der Behandlung der Makula Degeneration daher einen Durchbruch dar. Patienten bemerkten die Zerstörung von Teilen der Netzhaut als immer größer werdenden schwarzen Flecken in der Mitte ihres Sehfeldes.

Kein Botenstoff

Nach Scharrers Angaben wachsen bei der altersbedingten Makula- Degeneration krankhafte neue Blutgefäße unter der zentralen Netzhaut. Dabei träten Blutbestandteile und Flüssigkeit aus und zerstörten Netzhautzellen. "Eine Injektion des Margenkrebs-Medikaments in den Augapfel kann die Bildung eines neuen Gefäßes wirksam stoppen", erläutert der Fürther Augenmediziner. Ähnlich wie der Tumorbehandlung blockiere das Medikament die Bildung des Botenstoffs VEGF, der die neuen Blutgefäße wachsen lasse: Damit würden die Gefäßwucherungen in der Netzhaut verhindert. Das Mittel könne zwar keine abgestorbenen Sehzellen wiederherstellen, aber in Frühstadien das Augenlicht retten. (APA/dpa)

Informationsquelle: http://derstandard.at/?url=/?id=2459990

 Sprung  

counter
Impressum und Haftungsausschluss - Hinweis zu den Informationen hier

Xobor Forum Software von Xobor | Forum, Fotos, Chat und mehr mit Xobor