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Leben mit der Krankheit Krebs

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Ahasveru Offline

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23.05.2006 17:51
Zellulärer Schutzmechanismus vor Tumorwachstum neu beschrieben antworten

Medizin

Zellulärer Schutzmechanismus vor Tumorwachstum neu beschrieben

München – Einen bislang unbekannten zellulären Schutzmechanismus vor Tumorwachstum haben Wissenschaftler der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) beschrieben. Alexander Pfeifer und Katharina Hennecke von der LMU arbeiteten dabei mit Teamleiter Reinhard Fässler vom Max-Planck-Institut für Biochemie in Martinsried zusammen. Ihre Ergebnisse publizierten sie in dem Magazin Cell (2006; 125: 665-677).

Die Arbeitsgruppe beschäftigte sich mit dem so genannten Onkogen Bcl-3. Onkogene sind in der Lage, Krebs auszulösen. So genannte Tumorsuppressorgene kontrollieren deren Aktivität in der gesunden Zelle. Das Onkogen Bcl-3 kann beim Menschen unter anderem Leukämie verursachen. Seine zellulären Gegenspieler waren bislang noch nicht bekannt. Nach den Erkenntnissen der Wissenschaftler könnte diese Aufgabe einem Protein namens Cyld zukommen. Es wird in allen Zellen des Körpers gebildet. Cyld verhindert die Aufnahme von Bcl-3 in den Zellkern. Eben dorthin muss das Onkogen aber gelangen, um wirken zu können. Bei Mäusen zeigte sich bei einem Defekt des Cyld-Gens unkontrolliertes Wachstum.

Dem Münchner Forscherteam gelang nach eigenen Angaben eine lückenlose Rekonstruktion der Cyld-Interaktion mit Bcl-3. „Eine generelle Funktion von Cyld als Tumorsuppressor scheint nicht unwahrscheinlich. Auch beim Menschen gibt es Hinweise, dass ein Defekt des Cyld-Gens bösartige Konsequenzen haben kann“, hieß es aus der Arbeitsgruppe. So fanden die Forscher in den Zellen verschiedener Hauttumoren wenig oder kein Cyld. Ähnliches trifft auf manche Fälle von Leber-, Nieren- und Gebärmutterkrebs zu. „Möglicherweise wirkt Cyld in allen Tumoren, in denen das Onkogen Bcl-3 eine Rolle spielt, als Tumorsuppressor“, erklärten die Münchner Wissenschaftler. /hil

Informationsquelle: http://www.aerzteblatt.de/v4/news/news.asp?id=24294

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