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Leben mit der Krankheit Krebs

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 Nachrichten - Kinder (alle Krebsarten)
Ahasveru Offline

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Beiträge: 613

20.05.2006 08:56
Leben, als wäre man nie krank gewesen antworten

DÜSSELDORF

Leben, als wäre man nie krank gewesen

Uni: Umfassende Nachsorge krebskranker Kinder.

Düsseldorf. Früher hat Professor Ulrich Göbel, Direktor der Kinderkrebsklinik, die Eltern mit einem Mahnschreiben an die Nachsorgeuntersuchung ihrer Kinder erinnert. Denn: Ist die Behandlung mit einer ersten intensiven Nachpflege erfolgreich abgeschlossen, sind die jungen Patienten bis zu ihrem 18. Lebensjahr gehalten, sich weiterhin regelmäßig in der Klinik zur Nachsorge einzufinden.

Weil aber die Erinnerung an die schwere Zeit der Therapie eine Belastung für Kinder und Eltern ist, verzichtet Göbel inzwischen auf das Versenden formaler Briefe. Der Kontakt ist heute direkt und persönlich. Es wird bei jedem Besuch auch gleich der Folgetermin festgelegt und was nicht minder wichtig ist den Eltern und Kindern wird eine Teilnahme an dem Projekt "Lebensqualität" nahe gelegt.

"Wir müssen uns um die kranken Kinder kümmern und um die, die gesund werden", sagt Professor Heribert Jürgens, Vorsitzender der Gesellschaft für Pädiatrische Onkologie und Hämatologie.

Bei der aktuell an der Uni-Klinik stattfindenen Tagung zu Krebserkrankungen bei Kindern, betonen die Mediziner Göbel und Jürgens deshalb die Nachsorge aus gutem Grund. Ziel ist es, den Kindern und Familien eines Tages einen umfassenden Nachsorgeplan mitgeben zu können. Dieser soll vor allem der weiteren Behandlung durch die Hausärzte dienlich sein.

Denn mit dem erfolgreichen Ergebnis einer Krebstherapie kehrt das normale Leben, die Vertrautheit des Alltags noch nicht wieder zurück. Die Medikamentenbehandlung kann zum Beispiel die Konzentrationsfähigkeit der Kinder noch lange nach Therapieabschluss beeinträchtigen.

Das Lernen in der Schule fällt schwer, ahnungslose Lehrer reagieren hilflos, und es gibt immer noch Kinder und Jugendliche, die glauben, dass Krebs eine ansteckende Krankheit ist. Um den kleinen Patienten den Heilungsprozess leichter zu machen, ist die Düsseldorfer Elterninitiative schon vor geraumer Zeit dazu übergegangen, zu der jeweiligen Schule Kontakt aufzunehmen und die Lehrer über alles Notwendige zu informieren.

Nach Auskunft der Experten steigt die Zahl der Kinder, die eine Krebserkrankung überleben. "80 Prozent überleben. Das ist ein fantastisches Ergebnis", sagt Heribert Jürgens. Und er ist zuversichtlich, dass das detaillierte Erfassen der Nachsorgedaten hilft, die Lebensqualität der Kinder zu erhöhen.

"Die Krebserkrankung in der Kindheit muss keine Hypothek auf Lebenszeit sein." Ehemalige Patienten studierten, heirateten und bekämen Kinder. Genauso wie andere junge Menschen, die nie krank waren.

Wieder ein normales Leben führen zu können, ist nach Auskunft von Jürgens und Göbel eine berechtigte Hoffnung, die auch denjenigen Familien Mut mache, deren Kinder gerade ums Überleben kämpfen.

Von Sema Kouschkerian

Informationsquelle: http://www.wz-newsline.de/sro.php?redid=116627

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