Sie sind vermutlich noch nicht im Forum angemeldet - Klicken Sie hier um sich kostenlos anzumelden  
Leben mit der Krankheit Krebs

Leben mit der Krankheit Krebs
Ein Forum und Infoportal für Betroffene, Angehörige und Interessierte


Sie können sich hier anmelden
Dieses Thema hat 0 Antworten
und wurde 411 mal aufgerufen
 Aktuelle Nachrichten (alle Krebsarten)
Ahasveru Offline

Administration Forum

Beiträge: 613

20.05.2006 07:51
Achtung: Alarm im Darm antworten

Achtung: Alarm im Darm

Krebs sicher erkennen und behandeln

Von Brigitte Müller-Neumann

Melsungen. Darmkrebs ist die zweithäufigste Krebserkrankung - bei Männern nach Prostata-, bei Frauen nach Brustkrebs. Grund genug also, auf Alarmsignale des Körpers zu hören - Grund genug auch für die beiden Chefärzte des Klinikums Melsungen - Dr. Gunther Claus (Inneres) und Dr. Hanns Schneider (Chirurgie) - sich im Qualitätsnetz Nordhessen einzubringen und mit Kollegen Problemfälle zu besprechen und einen gemeinsamen Standard aufzubauen.

Darmkrebs ist zudem ein stets aktuelles Thema, mit dem sich ein Vortrag am heutigen Montag befasst (siehe Kasten). Nur eine Methode gilt für die Vorsorge als wirklich zuverlässig: die Darmspiegelung, wie sie beispielsweise im Krankenhaus erfolgt. Die Stuhlprobe-Briefchen, da sind sich Schneider und Claus einig, halten dem Vergleich nicht Stand - wobei diese bei Frauen erstaunlicherweise zuverlässiger seien als bei Männern.

Ab dem 56. Lebensjahr und dann alle fünf Jahre übernehmen die Krankenkassen die Kosten einer Spiegelung. Dazu allerdings muss der Darm blitzblank sein. Dafür sorgt eine Trinklösung - mit durchschlagendem Erfolg.

Die Koloskopie (lateinisch: Colon, Darm) verschläft der Patient dank einer leichten Narkose. Arzt und Krankenschwester arbeiten Hand in Hand: Sie schiebt den langen Schlauch, an dessen Ende sich eine Kamera befindet, nach, er kontrolliert auf dem Monitor die einzelnen Darmabschnitte bis zum Dünndarm.

Werden Polypen gefunden, können kleinere abgezwickt, größere mit einer Elektroschlinge angetragen werden. Bei sehr großen Polypen oder Verdacht auf Krebs tritt der Chirurg auf den Plan. Die Diagnose - Krebs oder nicht - stellt der Pathologe.

Für den Chirurgen, erläutert Dr. Schneider, gibt es zwei Möglichkeiten der Operation: den größeren Bauchschnitt und die Entfernung des befallenen Darmbereichs oder den kleineren Schnitt für eine Bauchspiegelung (Laparoskopie). Der erkrankte Darmbereich wurde zuvor mit Metallclipsen markiert, die sich auf dem Röntgenbild darstellen und dem Chrirurgen die Orientierung ermöglichen. Durch einen zweiten kleinen Schnitt wird der Darm herausgezogen, der Krebsabschnitt entfernt und die Darmenden mit Titanklammern getackert, die im Körper bleiben.

Je nachdem, wie weit Richtung After sich der Krebs ausgebreitet hatte, muss dem Erkrankten eventuell ein künstlicher Darmausgang gelegt werden - für immer oder auch nur vorübergehend. Dann etwa, wenn dieser Anus praeter den unteren Darmbereich zeitweilig stilllegen soll, damit Operationswunden verheilen können. Von Ausdehnung und Sitz des Tumors hängt auch das weitere Vorgehen ab, das mit einem Onkologen (Krebsspezialist) abgesprochen wird.

Die Melsunger Klinik arbeitet mit Dr. Wolfgang Weber aus Homberg zusammen, sagt Dr. Claus. Das weitere Vorgehen heißt: Chemotherapie und/oder Bestrahlung. Bei großem Krebs im Mastdarm werde sogar vor der Operation bestrahlt, damit dieser schrumpft, sagt Schneider.

Informationsquelle: http://www.hna.de/fritzlarticker/00_2006...rm_im_Darm.html

 Sprung  

counter
Impressum und Haftungsausschluss - Hinweis zu den Informationen hier

Xobor Forum Software von Xobor | Forum, Fotos, Chat und mehr mit Xobor