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Leben mit der Krankheit Krebs

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Ahasveru Offline

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Beiträge: 613

13.05.2006 12:47
Dem Krebs davonlaufen antworten

Sportliche Vorbeugung

Dem Krebs davonlaufen

Sport kann offenbar das Krebsrisiko senken. Das legen jetzt gleich zwei Studien mit Mäusen nahe.

Gleich an zwei US-Universitäten rannten Mäuse im Dienst der Wissenschaft um ihr Leben. Sie sollten zeigen, dass sportliche Aktivität tatsächlich vor Krebs schützen kann. An der Rutgers-Universität in New Jersey untersuchte Allan Conney mit seinen Versuchs-Nagern den Einfluss von Sport auf Hautkrebs. An der University of Wisconsin-Madison testete Lisa Colbert, wie intensive Bewegung vor Darmkrebs schützen kann.

In der Hautkrebs-Studie entwickelten Mäuse unter krebserregenden UVB-Strahlen weniger und kleinere Tumore, wenn sie 24 Stunden freien Zugang zu einem Laufrad hatten, als die Nager der Vergleichsgruppe ohne Sportgerät. Die „sportlichen“ Tiere bekamen erst sieben Wochen nach intensiver UV-Bestrahlung die ersten Hauttumore, die Kontrollgruppe war schon nach der Hälfte der Zeit nicht mehr tumorfrei.

Sport regt den Zelltod der Krebszellen an

Allan Conney zieht aus den Ergebnissen seiner Studie den Schluss, dass körperliches Training den programmierten Zelltod (Apoptose) von Krebszellen anregt. „Sport beschleunigt den durch UVB-Strahlen angeregten Zelltod der Haut, aber auch der Hautkrebs-Zellen. Unsere Studie ist vermutlich die erste, die den Apoptose-Mechanismus für den Effekt von Sport auf die Krebsentwicklung entdeckt hat.“ Inwieweit die Ergebnisse allerdings auf Menschen übertragbar sind, ist noch unklar.

Die zweite Studie beobachtete an genetisch dafür programmierten Mäusen die Entwicklung von Darmpolypen, einer Vorstufe zu Darmkrebs. Sie wies nach, dass die Mäuse, die freien Zugang zu einem Laufrad hatten, weniger und kleinere Polypen bildeten als ihre unsportlichen Artgenossen. Am Ende der zehnwöchigen Studienzeit waren schon sechs von 23 Mäusen der bewegungsarmen Kontrollgruppe gestorben. Die 24 „sportlichen“ Mäuse lebten alle noch. „Unsere Laufrad-Mäuse liefen im Schnitt 3,8 Kilometer am Tag. Und je weiter sie rannten, desto weniger Darmpolypen hatten sie“, erklärt Lisa Colbert.

Bewegung hält Darmpolypen klein

In der Darmkrebs-Studie bekamen die Renn-Mäuse außerdem nur so viel zu fressen, dass ihre Energiebilanz negativ blieb. Für Studienleiterin Colbert ist die Kombination von größerem Energieverbrauch durch Bewegung und kalorienbegrenzter Ernährung der wichtigste Faktor für das geringe Wachstum der Darmpolypen. „Unsere Studienergebnisse korrespondieren mit Erkenntnissen über Darmkrebs bei Menschen, die nahe legen, dass mehr Bewegung und weniger Körpergewicht das Krebsrisiko senken“, sagt die Wissenschaftlerin.

Beide Studien erschienen Mitte Mai im Fachblatt „Carcinogenesis“


Petra Apfel

Informationsquelle: http://focus.msn.de/gesundheit/vorsorge/..._nid_28902.html

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