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Leben mit der Krankheit Krebs

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Ahasveru Offline

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Beiträge: 613

12.05.2006 20:57
Neue Methode gegen Brustkrebs antworten

Neue Methode gegen Brustkrebs

Aufzählung Bestrahlung noch während der OP erhöht die Chancen.

Wien. (ag) Bereits seit 1998 bestrahlen Salzburger Gynäkologen und Strahlenmediziner Brustkrebspatientinnen intraoperativ – und das mit sehr großem Erfolg. In keinem einzigen der insgesamt 800 Fälle kam es zu einem erneuten Auftreten eines Karzinoms, sagte der Vorstand der Salzburger Universitätsklinik für Spezielle Gynäkologie, Univ.-Prof. Christian Menzel, am Donnerstag in Wien.

"Wir erreichen in Österreich eine Brusterhaltungsrate von 80 Prozent. Mit Früherkennung, optimaler Operation und Bestrahlung können wir die Frauen heilen. Doch auch wenn wir den Tumor mit einem ,Randsaum‘ von einem Zentimeter im gesunden Gewebe entfernen, bleiben bei 50 Prozent der Patientinnen Tumorzellen übrig", schildert der Mediziner das Grundproblem. Denn diese Karzinomzellen können zum Wiederauftreten der Erkrankung, aber auch zur Metastasenbildung führen.
Kurzzeitige Bestrahlung

Mit der angewandten Technik wird das Gewebe rund um das Karzinom mit einem Elektronenbeschleuniger kurzzeitig bestrahlt, um eventuell verbleibende Tumorzellen abzutöten. Diese Methode wird europaweit außer in Salzburg vor allem von dem in Fachkreisen weltbekannten italienischen Onkologen Umberto Veronesi angewendet. Menzel berichtet von einem Beobachtungszeitraum von mehr als drei Jahren, in dem "wir ein beachtliches Ergebnis erzielt haben". Ohne diese Therapie sei bei sieben Prozent der rund 800 Frauen mit Brustkrebs eine solche Komplikation zu erwarten gewesen.

Die vorläufigen Ergebnisse der Arbeiten in Salzburg werden neben vielen anderen Themen beim Jahreskongress der Österreichischen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (OEGGG) vom 14. bis 17. Juni in Linz diskutiert.

So gibt es auch in anderer Hinsicht wesentliche Erfolge in der Behandlung von Brustkrebs. Das Karzinom wird seit dem Jahr 2000 punktgenau bekämpft. Dazu dienen monoklonale Antikörper, welche gezielt an entscheidenden Stellen der Tumorbildung ansetzen.

Am bekanntesten ist hier das Medikament Herceptin, ein monoklonaler Antikörper, der für etwa 25 Prozent der Brustkrebspatientinnen in Frage kommt. Neueste Studien haben gezeigt, dass diese Therapie auch bei Patientinnen im Frühstadium der Erkrankung die Rückfallsrate und die Mortalität um rund 50 Prozent senkt.
1600 Todesfälle pro Jahr

Immerhin erkranken in Österreich jährlich rund 4800 Patientinnen neu an Brustkrebs. Die Zahl der Todesopfer beläuft sich auf etwa 1600 pro Jahr, wie Univ.-Prof. Heinrich Salzer, Vorstand der Abteilung für Gynäkologie und Geburtshilfe am Wiener Wilhelminenspital, berichtete.


Informationsquelle: http://www.wienerzeitung.at/DesktopDefau...=wzo&cob=231596

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