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Leben mit der Krankheit Krebs

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Ahasveru Offline

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Beiträge: 613

08.05.2006 07:27
Kohl könnte schützen antworten

Lungenkrebs:

Kohl könnte schützen

VON CLAUDIA RICHTER

Onkologie. Die Krebsprävention wurde bislang eher stiefmütterlich behandelt.

In der Onkologie steht die Vor sorge erst am Beginn", betont der bekannte Hormonexperte und Gynäkologe Univ.-Prof. DDr. Johannes Huber, "dabei gäbe es einige einfache Mittel in der Krebsprävention, man müsste nur mehr darauf achten."

Ein Beispiel ist Kohl oder Brokkoli und anderes Kreuzblütlergemüse, das unter Umständen einem Lungen- oder Blasenkrebs vorbeugen kann. Für diese beiden Tumorarten haben Menschen, die das Entgiftungs-Gen GSTM1 in einer genetisch bedingt langsamer arbeitenden Version besitzen, ein erhöhtes Risiko. "Und Kohl und Co. sind nun imstande, ein schlappes Entgiftungs-Gen zu reaktivieren", erklärt Huber.

Dazu gäbe es Studien, die auch in der renommierten Fachzeitschrift "The Lancet" (Lancet 2005; 366:1558-1560) veröffentlicht worden sind, "aber nur wenige im deutschsprachigen Raum nehmen das wahr", meint der Experte, der am Wochenende beim diesjährigen Kongress der österreichischen Gesellschaft für Psychoonkologie in Bad Ischl über "Genetik und Phytoprävention" referierte und bekrittelte: "Die Onkologie, hat im Gegensatz zur Kardiologie, die Prävention bis jetzt immer ein wenig stiefmütterlich behandelt. Das schreibt auch der Lancet."

Während man in der Kardiologie durch die Registrierung von Risikofaktoren und die Etablierung von Gegenstrategien (zum Beispiel durch Behandlung von Bluthochdruck oder hohen Cholesterinwerte oder mittels Trainingsprogrammen) die Zahl der Herzerkrankungen senken will, "wartet man bei Krebserkrankungen bis der Tumor da ist."

Prävention bedeute auch in der Onkologie, Risikokonstellationen zu erkennen und alles zu tun, um Krebs zu vermeiden. Dem Brustkrebs etwa könne man mit Gewichtsreduktion, Sport oder starker Einschränkung des Alkoholkonsums vorbeugen.

Ein weiterer Kritikpunkt Hubers: Obwohl bekannt ist, dass eine hohe Brustgewebe-Dichte einen Risikofaktor für das Mammakarzinom darstellt, "beachtet das bei uns kaum jemand." Dabei könne man die Brustdichte reduzieren - unter anderem mit Pflanzenprodukten wie Leinsamen und mit sportlicher Betätigung.

Aus unerklärlichen Gründen würde hier zu Lande auch kaum kommuniziert, dass Vitamin E (findet sich vor allem in pflanzlichen Ölen und daraus erzeugten Produkten, aber auch in grünen Gemüsesorten) und Selen (unter anderem in Weizenkleie, Thunfisch, Steinpilzen, Leber, Nüssen enthalten) vor einem Prostatakarzinom schützen können.

Auch dem Dickdarmkrebs ließe sich zum Teil vorbeugen. "Eine bestimmte Genkonstellation und gleichzeitiger Folsäure-Mangel stellen eine Gefahr für einen Dickdarm-Tumor dar, die sich mit Folsäure reduzieren lässt", erwähnt Huber. Allerdings: Ein Zuviel an diesem Vitamin (in Äpfeln und Erdbeeren, in Sauerkraut und Paradeisern, in Spinat und Gurken) könnte kontraproduktiv sein, da dadurch das Zellwachstum erst recht angeregt würde.

"Man muss den Folsäure-Wert eben genau bestimmen, aber das hat sich in Österreich noch nicht herumgesprochen, auch in medizinischen Kreisen noch nicht."

Informationsquelle: http://www.diepresse.com/Artikel.aspx?ch...rt=rw&id=556875

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