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Leben mit der Krankheit Krebs

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Ahasveru Offline

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Beiträge: 613

04.05.2006 08:14
Brustkrebs: Aromatasehemmer statt Tamoxifen antworten

Brustkrebs: Aromatasehemmer statt Tamoxifen

Der Goldstandard bei der adjuvanten Therapie von postmenopausalem Brustkrebs war "fünf Jahre Tamoxifen". Das gilt so nicht mehr. Aromatasehemmer gewinnen bei Hormonrezeptor-positiven Patientinnen nach der Menopause an Bedeutung. Ihr Nachteil: Sie sind sehr teuer. Doch es gibt zahlreiche Argumente für ihren Einsatz.

Nach den Ergebnissen neuester Studien scheinen Aromatasehemmer besser zu wirken als Tamoxifen. Als Aromatasehemmer werden z. B. die nicht-steroidalen Wirkstoffe Anastrozol und Letrozol sowie die steroidalen Substanzen Exemestan und Formestan eingesetzt.

Sowohl Tamoxifen als auch Aromatasehemmer senken das Risiko für ein Karzinom in der zuvor nicht betroffenen Brust. Unter Tamoxifen kommt es jedoch zu Hitzewallungen, und das Risiko für Thromboembolien sowie für ein Endometriumkarzinom steigt. Hier haben Aromatasehemmer Vorteile: Sie verhindern Hitzewallungen und senken das Risiko für ein Endometriumkarzinom. Dafür erhöhen sie im Gegensatz zu Tamoxifen das Risiko für Arthralgien und Osteoporose.

Bisher waren Aromatasehemmer wie Anastrozol und Exemestan Therapie der Wahl bei fortgeschrittenem Hormonrezeptor-positivem Mammakarzinom. Neuesten Studien zufolge scheinen Aromatasehemmer auch schon im früheren Stadium des Mammakarzinoms im Hinblick auf das krankheitsfreie Überleben gute Ergebnisse zu zeigen. Anastrozol und Exemestan sind bereits für die adjuvante Behandlung eines Östrogenrezeptor-positiven, invasiven, frühen Mammakarzinoms bei postmenopausalen Frauen zugelassen.

Bei der als FAST (frühe adjuvante Sequenz-Therapie) bezeichneten Therapieform werden die Patientinnen mit Brustkrebs im Anschluss an eine zwei- bis dreijährige Initialtherapie mit Tamoxifen auf einen Aromatasehemmer umgestellt. Möglicherweise bringt ein noch früherer Einsatz des Aromatasehemmers einen noch größeren Nutzen, da auf diese Weise das initial hohe Rezidivrisiko am effektivsten gesenkt werden kann.

Quelle: "Neue Optionen in der sequenziellen adjuvanten Therapie des Mammakarzinoms", Berlin, 24. März 2006, veranstaltet von der Pfizer Pharma GmbH, Karlsruhe.

Informationsquelle: http://www.deutscher-apotheker-verlag.de...s20060504b.html

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