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Leben mit der Krankheit Krebs

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Ahasveru Offline

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28.04.2006 19:19
Herceptin wird auch im Frühstadium von Brustkrebs eingesetzt antworten

Herceptin wird auch im Frühstadium von Brustkrebs eingesetzt

Basel - Der monoklonale Antikörper "Herceptin" ist vom Europäischen Expertenausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) auch für die Anwendung im Frühstadium von Brustkrebs empfohlen worden. Damit dürfte der Kreis der Patientinnen, die von der Therapie profitieren könnten, deutlich größer werden.

Herceptin blockiert ein Wachstumssignal für Mammakarzinom-Zellen. Zwischen 20 und 30 Prozent der Patientinnen leiden an so genanntem HER2-positivem Brustkrebs. Dabei befinden sich auf der Oberfläche der bösartigen Zellen extrem viele HER2-Rezeptoren. Die Zellen wachsen schneller. Das Medikament besetzt diese Rezeptoren.

Zu Beginn wurden die monoklonalen Antikörper nur bei geeigneten Patientinnen eingesetzt, wenn sie bereits Metastasen hatten. Doch nun soll das Arzneimittel auch zur Begleittherapie von HER2-positivem Brustkrebs im Frühstadium im Anschluss (keine Metastasen) an eine Operation und Chemotherapie verwendet werden.

Studie

Die Stellungnahme des CHMP basiert - so der Hersteller "Roche" am Freitag in einer Aussendung - auf den Resultaten der internationalen HERA (HERceptin Adjuvant)-Studie, die zeigen, dass Herceptin nach einer Standard-Chemotherapie das Risiko eines Rückfalls signifikant um 46 Prozent gegenüber der Chemotherapie allein zu senken vermag. Dieser Nutzen ist auch in drei weiteren Studien, die international bzw. in den USA durchgeführt worden sind, beobachtet worden.

"Die Ergebnisse von vier groß angelegten Studien sprechen für sich: Die Anwendung von Herceptin im Frühstadium verringert das Rückfallrisiko und bietet Patientinnen, die an einer extrem aggressiven Form von Brustkrebs leiden, die besten langfristigen Überlebenschancen", kommentierte Ed Holdener, Leiter von Global Pharma Development bei Roche. Er fügte hinzu: "Die Entscheidung des CHMP stellt einen bedeutenden Meilenstein dar, bringt er doch Patientinnen und Ärzte in der EU einen Schritt näher an eine breitere Verfügbarkeit dieses wirksamen Medikaments."

Fragliche Finanzierung

Nach dem Bekanntwerden der Ergebnisse der HERA-Studie gab es auch in Österreich im Sommer vergangenen Jahres eine heftige Diskussion, wie man diese neuen Therapien finanzieren könnte. Einer von Österreichs profiliertesten Krebsspezialisten, Univ.-Prof. Dr. Christoph Zielinski, schlug Alarm: "Ich habe an meiner Abteilung ein Arzneimittelbudget von im Jahr sieben Millionen Euro ("Apothekengüter"). Versorge ich alle dafür in Frage kommenden Brustkrebspatientinnen mit dem Medikament 'Herceptin', das die Zahl der Rückfälle um 52 Prozent und die Todesfälle um 33 Prozent senkt, kostet das allein die Hälfte meines Budgets." Allerdings, im Zuge der Diskussion versicherten die verantwortlichen Gesundheitspolitiker von Bund und Ländern, dass die Finanzierung gesichert sei. (APA)

Informationsquelle: http://derstandard.at/?url=/?id=2429623

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