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Leben mit der Krankheit Krebs

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Ahasveru Offline

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Beiträge: 613

12.04.2006 18:51
Cholesterin als Prostatakrebsrisiko antworten

Medizin

Cholesterin als Prostatakrebsrisiko

Mailand - Nachdem zwei frühere Fall-Kontroll-Studien auf eine protektive Wirkung von Statinen gegen das Prostatakarzinom hingewiesen haben, kommt eine neue Studie in den Annals of Oncology (2006; doi: 10.1093/annonc/mdl080) zu dem Ergebnis, dass Männer mit einer Hypercholesterinämie ein erhöhtes Risiko auf diesen Tumor haben.

Zwischen 1991 und 2002 wurden in Italien 1.294 Patienten mit Prostatakarzinom und 1.451 Kontrollen nach ihren Lebensgewohnheiten und Krankheiten befragt. Dabei stellte sich heraus, dass die Prostatakarzinompatienten überdurchschnittlich häufig über erhöhte Cholesterinwerte berichteten. Die Epidemiologin Francesca Bravi vom Istituto di Ricerche Farmacologiche Mario Negri hat daraus eine Odds Ratio (OR) von 1,51 errechnet mit einem 95-Prozent-Konfidenzintervall von 1,23 bis 1,85. Dies deutet darauf hin, dass erhöhte Cholesterinspiegel mit einem erhöhten Tumorrisiko assoziiert sind. Bei jüngeren Männern war das Risiko sogar um 80 Prozent erhöht (OR 1,80; 1,34-2,40). Gallensteine, die häufig Folge eines erhöhten Cholesterinwertes sind, waren ebenfalls mit einem Prostatakarzinomrisiko assoziiert (OR 1,26), doch der Zusammenhang war nicht signifikant.

Anlass für die Untersuchung waren zwei Fall-Kontroll-Studien, in denen eine cholesterinsenkende Therapie mit Statinen mit einem niedrigen Prostatakarzinomrisiko assoziiert war. Es gab jedoch auch zwei „Gegenstudien“, die keinen Zusammenhang fanden. Die jetzige Studie zeichnet sich durch eine große Teilnehmerzahl aus. Ihre Hauptschwäche besteht darin, dass kein Zugriff auf die Laborwerte bestand. Ohnehin ist die Beweiskraft einer Fall-Kontroll-Studie gering. Der nächste Schritt könnte in der Durchführung einer großen Beobachtungsstudie bestehen.

Ein mögliches Bindeglied zwischen hohen Cholesterinwerten und dem Prostatakarzinom sieht die Co-Autorin Cristina Bosetti vom Negri-Institut in der Androgensynthese. Wie bei allen Steroiden bildet Cholesterin das Grundgerüst dieses Hormons, das zu den Steuerungs- und Wachstumsfaktoren für die Prostata gehört. /rme

Informationsquelle: http://www.aerzteblatt.de/v4/news/news.asp?id=23827

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