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Leben mit der Krankheit Krebs

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Ahasveru Offline

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Beiträge: 613

08.04.2006 08:35
Im Kampf gegen den Krebs: Ärzte raten zur Vorsorge antworten

Im Kampf gegen den Krebs: Ärzte raten zur Vorsorge

Brustkrebs ist ein bösartiger Tumor, eine Horrorvision für alle Frauen. Bei Männern sind der Darm und die Prostata anfällig. Ärzte aus dem Kreisgebiet mahnen zur Vorsorge.

Schwarzenbek - Die Patientinnen sollten sich jedoch nicht nur auf die Untersuchungen durch ihren Frauenarzt verlassen. "Die beste Brustkrebsvorsorge ist die wöchentliche Selbstuntersuchung. Jede Frau sollte ihre Brust kennen", sagt Dr. Entscho Wladow, seit 30 Jahren Gynäkologe in Schwarzenbek. "Alles andere bringt nichts", formuliert es der Mediziner drastisch. Natürlich seien die Untersuchungen durch den Frauenarzt wichtig, aber: "Dazwischen liegen viele Monate, in denen sich der Krebs von einem auf den anderen Tag entwickeln kann. Bei regelmäßiger Selbstuntersuchung kennt die Frau ihre Brust nach zwei bis drei Monaten ganz genau, bekommt ein Gefühl für Unebenheiten." Die Mammografie sieht der Gynäkologe differenziert. Die Krankenkassen sollten die Kosten übernehmen, damit noch mehr Frauen diese Vorsorgemaßnahme wahrnehmen. Gleichzeitig wies Wladow aber darauf hin, dass es unter seinen Patientinnen nicht eine Frau gebe, bei der Brustkrebs durch die Mammografie festgestellt worden sei. Die Knoten seien zuvor immer selbst oder durch den Arzt entdeckt und dann durch die Mammo sichtbar gemacht worden.

Das Brustzentrum Herzogtum Lauenburg verzeichnet jährlich 170 bis 180 Neuerkrankungen an Brustkrebs (bundesweit 50 000 Neuerkrankungen). Dr. Klaus von Oertzen, Chefarzt am Johanniter-Krankenhaus, empfiehlt neben der Selbstuntersuchung auch die regelmäßige Mammografie sowie Ultraschalluntersuchungen der Brust. "Frauen ab 50 Jahren sollten zudem einmal jährlich eine Gebärmutterhalsuntersuchung machen lassen", so von Oertzen. Die Zahl der Brustkrebserkrankungen steige bundesweit. "Je früher der Knoten erkannt wird, und je kleiner er ist, desto besser sind die Heilungschancen", sagt der Geesthachter. Er empfehle außerdem, mindestens einmal im Quartal vor dem Spiegel zu überprüfen, ob die Brüste sich gleich bewegten, sich vielleicht eine Falte bilde oder die Brust asymmetrisch sei.

Auch Männer sollten mutiger sein und die kostenlosen Vorsorgeuntersuchungen für Darmkrebs (Männer ab 56 Jahren) oder Protstatakrebs (ab 45) nutzen. Bisher gehen bundesweit nur 15 Prozent der Männer zur Früherkennung (jährlich 66 000 Neuerkrankungen). "Bei der Prostata-Untersuchung wird der Patient nicht unangenehm belastet, und die Darmspiegelung erfolgt unter leichter Sedierung. Es gibt keinen Grund, Angst zu haben", sagt der Ratzeburger Urologe Lutz Kiehl. Leider kämen trotz vielseitiger Aufklärung noch immer zu wenig Männer in die Facharzt-Praxen. "Und die meisten meiner Patienten werden von ihren Frauen geschickt", so Kiehl.

Von Silke Geercken, LN

Informationsquelle: http://www.kn-online.de/artikel/1838634/...gegen_den_Krebs:_%C4rzte_raten_zur_Vorsorge.htm

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