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Leben mit der Krankheit Krebs

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Ahasveru Offline

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Beiträge: 613

07.04.2006 18:25
Bessere Überlebens-Chancen durch Aromatasehemmer antworten

Bessere Überlebens-Chancen durch Aromatasehemmer

Die Behandlung mit Antihormonen nimmt einen hohen Stellenwert in der Brustkrebstherapie ein. In der sogenannten „adjuvanten Therapie“ werden Antihormone unterstützend nach Operation, Strahlen- und/oder Chemotherapie eingesetzt, um ein Wiederauftreten des Brustkrebses zu verhindern. Voraussetzung für den erfolgreichen Einsatz der Antihormone ist, dass der Brustkrebs durch Hormone zum Wachstum angetrieben wird. Zirka drei Viertel aller Brusttumoren erfüllen dieses Kriterium. Im Fachjargon werden diese Tumoren „hormonrezeptorpositiv“ genannt.

Vor vier Jahren wurde die Überlegenheit des Aromatasehemmers in der adjuvanten Therapie erstmals bewiesen: In einer viel beachteten weltweiten Studie mit Brustkrebspatientinnen, die ihre Wechseljahre bereits hinter sich hatten, traten unter dem Aromatasehemmer weniger Rückfälle - so genannte Rezidive - auf als unter dem Antiöstrogen. Zudem war der Aromatasehemmer auch besser verträglich.

Neue Daten auf dem weltweit wichtigsten Kongress zum Thema Brustkrebs
Auf dem Brustkrebs-Kongress in San Antonio nahmen über 7500 Experten aus aller Welt teil. Neue Daten wurden vorgestellt und diskutiert. Prof. Dr. Walter Jonat von der Universitätsklinik Kiel präsentierte die gemeinsame Auswertung dreier Studien, in die Daten von 4.006 Patientinnen einflossen.

Alle Frauen hatten die Wechseljahre hinter sich, wiesen einen hormonrezeptorpositiven Brustkrebs auf und hatten bereits über zwei bis drei Jahre das Antiöstrogen erhalten. Die Hälfte der Frauen nahmen das Antiöstrogen weiter ein, die andere Hälfte wurde auf den Aromatasehemmer umgestellt.

Die bisherigen Analysen hatten bereits gezeigt, dass in allen drei Studien wie erwartet bei den Patientinnen, die auf den Aromastasehemmer umgestellt wurden, weniger Rezidive auftraten. Bedeutete dies aber auch, dass die umgestellten Patientinnen länger überlebten? Dieser Frage gingen Prof. Jonat und seine Mitarbeiter in ihrer Auswertung nach.

Umstellung auf Aromatasehemmer senkt Sterberisiko um fast ein Drittel
Die Ergebnisse zeigen, dass Patientinnen, die nach zwei- bis dreijähriger Antiöstrogen-Therapie auf den Aromatasehemmer umgestellt wurden, im Vergleich zu den kontinuierlich mit dem Antiöstrogen behandelten Frauen auch in puncto „Überleben“ deutlich profitierten: Die Überleben-Chance konnte bei ihnen um 29 Prozent verbessert werden. Auch Fernmetastasen traten unter dem Aromatasehemmer deutlich seltener auf: Die Verringerung betrug 39 Prozent. Zudem wurde abermals bewiesen, dass der Aromatasehemmer besser als das Antiöstrogen vertragen wird. Laut Jonat ist somit die fünfjährige adjuvante Antiöstrogen-Therapie nicht länger der Goldstandard.

Aromatasehemmer von Anfang an verhindert frühe Rückfälle
Für die Millionen von Brustkrebspatientinnen, die zurzeit noch mit dem Antiöstrogen behandelt werden, ist die neue Analyse von Prof. Jonat im wahrsten Sinne des Wortes lebenswichtig. Denn Fakt ist, dass die meisten Rezidive bereits innerhalb der ersten drei Jahre nach der Brustkrebsdiagnose auftreten. Diese frühen Rückfälle werden durch das Antiöstrogen nur wenig, durch den Aromastasehemmer dagegen sehr effektiv verhindert, wie Daten belegen. Deshalb sollte möglichst von Anfang an adjuvant mit dem Aromastasehemmer behandelt werden. Dies ist der Grund, warum Experten eine sofortige Umstellung aller Patientinnen, die derzeit noch mit dem Antiöstrogen behandelt werden, auf den Aromatasehemmer empfehlen. So können die Überlebens-Chancen dieser Frauen verbessert werden.

AstraZeneca GmbH, Presseinformation vom 15.12.2005 „Überlebensvorteil in der Adjuvanz – ein Aromatasehemmer* setzt neue Maßstäbe“
*Der Wirkstoffname im Titel wurde durch den Namen der Wirkstoffklasse ersetzt, da aufgrund des Heilmittelwerbegesetzes in Texten, die sich an Laien wenden, keine Handels- und Wirkstoffsnamen verwendet werden dürfen.

Informationsquelle: http://www.astrazeneca.de/az/content/005/253.jsp

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