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Leben mit der Krankheit Krebs

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 Nachrichten - Kinder (alle Krebsarten)
Ahasveru Offline

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Beiträge: 613

07.04.2006 08:44
Betroffene Eltern sind verzweifelt antworten

Betroffene Eltern sind verzweifelt

Manche Krankenkassen schmettern Familien-Reha ab - Stiftungsrat übt harsche Kritik
Die ARD-Themenwoche "Krebs" nimmt die "Deutsche Kinderkrebsnachsorge-Stiftung für das chronisch kranke Kind" in Verbindung mit der Nachsorgeklinik Tannheim zum Anlass, auf das Angebot für Familien mit einem krebskranken Kind hinzuweisen. In diesem Zusammenhang wurde aber auch Kritik über das Verhalten einzelner Kostenträger geäußert.
VS-Tannheim

VON GEORG KALETTA

VS-Tannheim - Der Stiftungsrat der Deutschen Kinderkrebsnachsorge betonte bei seiner Sitzung in der Tannheimer Nachsorgeklinik, dass das Verhalten einzelner Kostenträger nicht nachvollziehbar sei. Schließlich werde seitens aller gesellschaftlichen Gruppen, insbesondere auch der Versicherungsträger, immer wieder betont, dass den Kindern und Familien die Zukunft gehöre. Als "unverständlich" bezeichneten die Mitglieder des Stiftungsrats das zunehmende restriktive Bewilligungsverhalten einzelner Krankenkassen. Dies löse Verzweiflung und Ärger bei den Betroffenen aus, denen die notwendige Hilfe versagt bleibt. Die Statistik der Rentenversicherung sagt, dass von 835000 Rehabilitationsmaßnahmen im Jahr 2004 lediglich 610 auf Heilbehandlungen für krebskranke Kinder und Jugendliche entfielen. Das sind gerade einmal 0,076 Prozent aller Rehabilitationsmaßnahmen.

Um die familienorientierte Rehabilitation zu sichern, fordert die Stiftung ein konsequentes Engagement der Politik bei der Umsetzung der Sozialgesetzgebung für chronisch kranke Kinder. Es müsse geholfen werden, dass Kinder in einem friedvollen, sozial gerechten und emotional warmen Umfeld aufwachsen können. Deshalb fördere die Stiftung das interdisziplinäre Behandlungskonzept, das vor 20 Jahren in der Katharinenhöhe in Furtwangen entwickelt wurde und in beiden Kliniken erfolgreich umgesetzt wird. Das Therapiekonzept sei notwendig, um die besondere Belastung von Familien und die häufig damit einhergehenden schwerwiegenden Geschwister- und Partnerprobleme anzugehen, die neben der Grunderkrankung des Patienten behandelt werden müssen. Von dem ganzheitlichen Behandlungskonzept seien nicht nur die Betroffen, sondern, angefangen von der medizinischen Fachgesellschaft bis hin zu den Kliniken, alle überzeugt, hieß es.

Welchen Stellenwert die Stiftung der familienorientierten Rehabilitation beimisst, unterstreichen jene 1,4 Millionen, die bisher für Individualhilfen zur Sicherung nicht gedeckter Kosten in besonderen Notlagen ausgegeben wurden. Die Stiftung begrüßte alle Initiativen - beispielsweise die der Deutschen Rentenversicherung Baden-Württemberg, die eine Umsetzung des Konzeptes fordert, sowie derjenigen Krankenkassen, die seit Jahren ihrer Verantwortung nachkommen und mithelfen, dass dem Patienten die notwendige Behandlung ermöglicht wird.

Informationstelefons der Deutschen Kinderkrebsnachsoge: 07705/920500

Informationsquelle: http://www.suedkurier.de/lokales/villingen/villingen/art2997,1987980.html?fCMS=ed610ffba319e8a42c5710fd4a8b3c58

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