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Leben mit der Krankheit Krebs

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Ahasveru Offline

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Beiträge: 613

04.04.2006 21:48
Krebstod zuvorkommen antworten

Krebstod zuvorkommen

Neue Studien und Finanzierung der genetischen Frühererkennung

Wiener AKH hat Vorreiterrolle bei neuen Projekten.

Wien. Österreichs wissenschaftlich erfolgreichste Studiengesellschaft zur Erforschung neuer Therapien bei Brust- und Dickdarmkrebs (ABCSG) startet gleich mehrere neue Untersuchungen. In einer davon soll auf der Basis von Forschungsarbeiten des Leiters des Wiener Instituts für Molekulare Biotechnologie (IMBA), Univ.-Prof. Josef Penninger, gleich ein Doppelschlag geführt werden: Gegen therapiebedingte Osteoporose und gegen die Bildung von Knochenmetastasen nach Brustkrebs.

"Fast 15.000 Frauen und Männer haben bisher an unseren Studien teilgenommen. Wir stehen am Beginn einer neuen Generation von wissenschaftlichen Untersuchungen, in die wieder rund 3.000 Patienten aufgenommen werden", sagte Univ.-Prof. Michael Gnant, Präsident der ABCSG.

Durch die neuen, wirksamen Therapien gegen das Hormon-abhängige Mammakarzinom kann es zu einer Osteoporose (Knochenschwund) kommen. Deshalb wird in der wichtigsten der neuen Studien erstmals der monoklonale Antikörper Denosumab (Amgen) als Begleit-Medikation verwendet werden, der auf der Basis der Forschungsarbeiten von Penninger entwickelt wurde, über die die "Wiener Zeitung" vergangene Woche berichtete.
Drei Jahre gesichert

Breite Unterstützung findet nun auch die jahrelange Arbeit eines Teams um Univ.-Prof. Teresa Wagner an der Abteilung für Spezifische Gynäkologie am Wiener AKH: Bund, Gemeinde Wien und Sozialversicherung tragen mit 650.000 Euro für drei Jahre die Kosten für die genetische Untersuchung von Frauen, die ein erbliches Risiko für Brustbzw. Eierstockkrebs haben könnten. Das sind fünf bis zehn Prozent aller Betroffenen. Univ.-Prof. Ernst Kubista, Leiter der Abteilung: "Frauen, die das BRCA1-Brustkrebs-Gen tragen, erkranken bis zum 70. Lebensjahr zu 85 Prozent an einem Mammakarzinom, 53 Prozent an dem kaum frühzeitig entdeckbaren Eierstockkrebs. Das BRCA2Gen führt zu einem Mammakarzinom-Risiko von gar 84 Prozent und zu einer Gefährdung durch Eierstockkrebs zu 27 Prozent."

Bisher wurden die Untersuchungen ausschließlich aus Forschungsgeldern finanziert. Mehrfach drohte das Aus. Jetzt sprang die Gesundheitspolitik ein. Damit können, so Gesundheitsstadträtin Renate Brauner (S) und Gesundheitsministerin Maria Rauch-Kallat (V), in den kommenden drei Jahren die genetischen Blutuntersuchungen an dem Zentrum in Wien durchgeführt werden. Die Beratung erfolgt über ein österreichweites Netz von 35 Einrichtungen.

Informationsquelle: http://www.wienerzeitung.at/DesktopDefau...4¤tpage=0

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