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Leben mit der Krankheit Krebs

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Ahasveru Offline

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Beiträge: 613

03.04.2006 11:24
Eine gesunde Lebensweise ist der beste Schutz antworten

Eine gesunde Lebensweise ist der beste Schutz

Kiel – "Das Problem Krebs wird immer größer", fasst Prof. Peter Dohrmann, Leiter der Sektion Thoraxchirurgie und stellvertretender Direktor der Klinik für Allgemeine und Thoraxchirurgie der Uniklinik Kiel, den Trend der letzten Jahrzehnte zusammen. Noch sind die Herz-Kreiskauferkrankungen in Deutschland Todesursache Nummer Eins, doch der Krebs holt auf.

Was aber sind die Risikofaktoren? Was machen wir falsch? Wie können wir uns schützen? An der Entstehung eines Karzinoms wirken viele Faktoren mit. Als erwiesen gilt jedoch, dass Rauchen und Alkohol, falsche Ernährung und Schadstoffe, aber auch Infektionen und genetische Dispositionen sowie UV-Licht die wesentlichsten Risikofaktoren sind. Vor Infektionen (Magenkrebs) und Schadstoffbelastung durch Umwelt und Arbeitsplatz kann man sich nur schwer schützen. Umso wichtiger ist es, die Faktoren, die beeinflussbar sind, zu berücksichtigen. Einer davon ist das Nikotin. Rauchen verursacht Lungenkrebs. Einer von 20 Rauchern ist betroffen. Außerdem werden Angehörige und Arbeitskollegen mitgefährdet, denn im Qualm einer glimmenden Zigarette sind mehr krebserregende Stoffe als in dem, was der Raucher inhaliert. Deshalb kommt dem Passivrauchen – besonders im Kindessalter – eine ganz entscheidende Bedeutung bei Nichtraucher-Lungenkrebs zu.

Ein weiterer Punkt ist die Ernährung. Hier stehen, neben ungesunder und ballaststoffarmer Ernährung, die Substanzen Nitrat beziehungsweise Nitrit und Nitrosamin im Focus. Diese sind in Lebensmitteln enthalten, beziehungsweise werden im Körper gebildet nach dem Verzehr von nitratbelastetem Obst und Gemüse, gegrilltem Fleisch, sowie geräucherten und gepökeltem Lebensmitteln wie Wurst, Schinken oder Fisch. Betroffen sind davon vor allem Magen und Darm. Entsprechende Lebensmittel sollten gemieden und bei Obst- und Gemüse auf den Biobauern seines Vertrauens zurückgegriffen werden.

Ein übermäßiger Alkoholkonsum ist gesundheitsschädlich, das weiß jeder. Dass dadurch aber auch das Krebsrisiko steigt, ist vielen nicht bewusst. Und das gilt längst nicht nur für Lebertumore, die in einer vorgeschädigten Leber leicht entstehen.

Sonnenlicht ist lebensnotwendig. Doch exzessives Sonnen begünstigt die Entstehung von Hautkrebs. Maßhalten – das ist auch hier das Patentrezept. "Ein gutes Lebensgefühl entwickeln", nennt das Dohrmann. Dazu gehöre, dass man seinen grundsätzlichen Lebensstil verändere. Man müsse Krebs ganzheitlich betrachten: Gesunde Ernährung, ausreichend Bewegung, genügend Schlaf, viel Trinken. Nicht im Sinne einer Diät oder eines starren, rabiaten Planes, sondern langfristig und maßvoll. Man solle ausprobieren, was einem wirklich gut tut. Hierbei sei der "kompetente Bürger" gefragt, so der 55-Jährige Mediziner.

Und noch ein Punkt ist wichtig: Vererbung wird als ein Risikofaktoren für Krebs vermutet. Doch ist man – außer in der Brustkrebsforschung – noch nicht soweit, dass Gene identifiziert und Erbrisiken voraussagbar wären. "Treten jedoch in einer Familie vermehrt Krebserkrankungen auf, sollten Angehörige sensibilisiert sein", rät Dohrmann. Hier gilt es dann, Risikofaktoren gezielt auszuschalten. Ist zum Beispiel ein Bronchialkarzinom in der Familie bekannt, ist Rauchen absolut tabu.

"Die Wunderpille haben wir einfach noch nicht", so Dohrmann und solange führt kein Weg daran vorbei, eine gesunde Lebensweise mit den Früherkennungs- und Vorsorgemaßnahmen zu kombinieren. Die Akzeptanz hätte zwar zugenommen, dennoch würden die Angebote noch viel zu wenig genutzt.

Noch nachdenklicher sollte uns alle aber eines machen: "25 bis 30 Prozent der Krebserkrankungen wären vermeidbar, wenn die Menschen nicht Rauchen und Trinken würden, sich gesund ernährten und genügend bewegten", so Dohrmann: "Und das ist doch eigentlich gar nicht so schwer, oder?!" maim

Informationsquelle: http://www.kn-online.de/news/archiv/?id=1835031

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