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Leben mit der Krankheit Krebs

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Ahasveru Offline

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Beiträge: 613

01.04.2006 00:20
Fast jeder Darmkrebs wäre zu verhindern antworten

Fast jeder Darmkrebs wäre zu verhindern

"Eine Darmspiegelung lässt du machen? Schrecklich!" Meinen Freund gruselt. Ich kann ihm versichern: "Das tut nicht weh, man schläft und spürt nichts."

Der 1,3 Meter lange Schlauch mit einer Minikamera an der Spitze wird über den After in den Darm geführt. Der Schlauch ist hohl und so können in ihm kleine, ferngelenkte chirurgische Instrumente vorgeschoben werden, um Darmpolypen zu entfernen.

Früher war die Darmspiegelung (Koloskopie) schmerzhaft. Seit einigen Jahren aber bekommen Patienten auf Wunsch eine nebenwirkungsfreie "Dämmerschlafnarkose". Die Untersuchung erfolgt dann ambulant. Auch Magenspiegelungen lassen sich angenehm verschlafen.

Unangenehm sind nur noch der Nachmittag und der Abend vor der Untersuchung: Weil der Darm sauber sein muss, trinkt der Patient drei bis vier Liter eines Abführ- und Darmreinigungsmittels.

Selten tritt Darmkrebs vor dem 50. Lebensjahr auf, ausgenommen, er wird "vererbt". Er entwickelt sich meist langsam innerhalb von zehn Jahren aus den erwähnten Darmpolypen (Wucherungen).

"Auch wenn Darmkrebs vorliegt, ist er, wenn sehr früh erkannt, durch Entfernung des betroffenen Darmstückes fast immer heilbar", sagt Primar Josef Walchshofer (Diakonissenkrankenhaus Linz). "Aber er wird zu selten früh erkannt. Weil zu wenige Österreicherinnen und Österreicher eine Darmspiegelung durchführen lassen."

Würden wir den Ärzten die Chance geben, Darmpolypen im Zeitraum von 10 Jahren vor dem Auftreten der Krebserkankung zu entdecken und zu entfernen, würde es 500 statt 5000 Darmkrebsfälle geben, schätzt das Gesundheitsministerium. Und nicht 3000, sondern nur 300 würden an diesem Krebs sterben.

Wann zur Koloskopie?

Walchshofer rät: Falls eine familiäre Häufung von Darmkrebs vorliegt, spätestens zehn Jahre vor dem Alter, in dem bei nahen Blutsverwandten ein Darmkarzinom aufgetreten ist. Besteht kein Verdacht auf vererbtes Risiko, soll mit 50 die erste Darmspiegelung erfolgen und weitere (abhängig davon, ob Polypen gefunden wurden) im Abstand mehrerer Jahre.

Relativ neu ist die Darmuntersuchung (in erster Linie Dünnarm) durch eine Kapsel, die eine Kamera enthält: Sie wird geschluckt und funkt, bevor sie mit dem Stuhl ausgeschieden wird, Bilder aus dem Darm, die dann der Arzt prüft.

Informationsquelle: http://www.nachrichten.at/leben/434590

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