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Leben mit der Krankheit Krebs

Leben mit der Krankheit Krebs
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Dieses Thema hat 44 Antworten
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 Brustkrebslexikon von A-Z
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ingoborm Offline

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Beiträge: 348

01.04.2006 15:02
#31 Anästhesie antworten

Begriff: Anästhesie

Erklärung:

Anästhesie
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie


Die Anästhesie oder veraltet Anaesthesie (griechisch αναισθησία, anästhissía – die Nicht-Empfindung) ist

* allgemein eine Empfindungslosigkeit oder Gefühlstaubheit. Sie ist die Steigerung der Hypästhesie, der Empfindungsverminderung, und steht im Gegensatz zur Hyperästhesie, einem Zustand vermehrter Empfindlichkeit und Schmerzhaftigkeit z. B. bei Entzündungen, und zu Parästhesien, meist kribbelnden Missempfindungen, die bei manchen Nervenerkrankungen (Neuropathien) vorkommen. Es können auch isoliert die einzelnen Empfindungsqualitäten
o Schmerzempfinden (Algesie)
o Temperatursinn (protopathische Sensibilität)
o Berührungs- / Tastsinn (epikritische oder Oberflächensensibilität)
o Vibrationsempfinden (Pallästhesie) und
o Lagesinn (propriozeptive oder Tiefensensibilität) gestört sein.

* spezieller eine medizinische Fachdisziplin, die sich mit der Ausschaltung der Empfindungen, v. a. des Schmerzes in Form der Analgesie befasst, meist um unangenehme Prozeduren (z. B. schmerzhafte Operationen) zu ermöglichen.

Die Anästhesie ist als praktisches Arbeitsgebiet ein Teil der Anästhesiologie.

Zwei Methodengruppen werden unterschieden:

* Allgemeinanästhesie (Narkose) führt zu Hypnose (Schlaf), Analgesie (Schmerzfreiheit) und Muskelrelaxation (Muskelentspannung) (siehe auch Narkotikum)
* Teil- oder Regionalanästhesie hemmt zum Zwecke der Schmerzausschaltung für einen begrenzten Zeitraum die Funktion von Teilen des Rückenmarks, ausgewählter Nervengeflechte oder einzelner Nerven (=Leitungsanästhesie). Die Lokalanästhesie blockiert die Schmerzweiterleitung einer kleineren Fläche direkt an den Nervenenden (siehe auch Anästhetikum)

Außer der Ausschaltung von schmerzhaften Wahrnehmungen beinhaltet die Tätigkeit des Anästhesisten die Aufrechterhaltung der Vitalfunktionen (z.B. Atmung, Sauerstoffversorgung, Kreislauffunktion u.a.m.). Dazu gehört auch, den Organismus vor schädigenden Einflüssen des chirurgischen Eingriffs (z.B. Blutverlust) und anderen Stressfaktoren zu schützen.

Die Anästhesie wird in Deutschland, Österreich und der Schweiz durch einen spezialisierten Arzt ausgeführt, den Facharzt für Anästhesie und Intensivmedizin (Bezeichnung je nach Land unterschiedlich) oder Anästhesisten.

Geschichte der Anästhesie

Mit dem 16. Oktober 1846 (»Ether Day«) verfügt die Inhalationsanästhesie über ein »offizielles« Geburtsdatum. An diesem Tag operierte der US-amerikanische Chirurg exstirpiert Thomas Green Morton als Gast des Chirurgieprofessors John Collins Warren am Bostoner Universitätsspital vor Publikum ein Geschwür. Der Patient, der vor der Operation Schwefeläther eingeatmet hatte, verspürt nur gedämpft Schmerzen; die Operation wird als gelungene Anästhesie akzeptiert.

Die Geschichte der Anästhesie ist aber verschlungener und vor allem eine Geschichte des Widerstands der akademischen Ärzteschaft gegen eine Innovation. Bis ins 18. Jahrhundert war praktisch die einzige wirksame Methode, den Operationsschmerz zu begrenzen, schnelles Operieren. Öfter wurden Patienten auch in einen Alkoholrausch versetzt, was viele Ärzte aber wegen der schädlichen Wirkung des Alkohols ablehnten.

Nach der Entdeckung des Sauerstoffs (1774) beginnen die so genannten Pneumatiker – Mediziner, aber auch Künstler und Schriftsteller wie Samuel Taylor Coleridge und William Wordsworth –, die medizinischen und bewusstseinsverändernden Wirkungen verschiedener Gase zu testen. 1800 stellt Humphrey Davy in einem Selbstversuch fest, dass das Einatmen von Lachgas (Distickoxid) das Schmerzempfinden aufhebt. Er schlägt in einer viel beachteten Publikation (Researches, Chemical and Philosophical, Chiefly Concerning Nitrous Oxide or Dephlogisticated Nitrous Air [Lachgas] and its Respiration) vor, dieses bei chirurgischen Operationen einzusetzen.

In der Folge gelangen mehrere Male Ärzte an die medizinischen Gesellschaften in London und Paris mit Vorschlägen, die Anästhesie mittels Inhalation verschiedener Gase zu prüfen. Die Gesellschaften lehnen ab – so auch 1824 die britische Royal Society, deren Präsident unterdessen Humphrey Davy ist.

Die Ablehnung hat vielfältige Gründe. Einerseits ist bestrittten, welche Funktion der Schmerz hat und ob eine Ausschaltung des Schmerzes wünschbar sei (siehe dazu: Rey, Roselyne: Histoire de la douleur, Paris 1993). Die Schmerzensäußerungen dienen den Chirurgen insbesondere als »Wegweiser« während der Operation. Weiter lehnen es viele Chirurgen ab, den durch die Operation enorm belasteten Organismus noch weiter zu belasten. Die Gasinhalation hat zudem den Ruch des Unseriösen. Lachgas ist in den städtischen Oberschichten durchaus bekannt – als Partydroge: Sie hat im Operationssaal nichts verloren. Selbst nach 1846, als die Inhalationsanästhesie die akademische Anerkennung geschafft hat, äußern mehrere Mediziner ihr Befremden darüber, dass Patientinnen (von Patienten ist in diesem Zusammenhang nicht die Rede…) im Narkoserausch unsittliche Träume hätten. Die Meinung des französischen Chirurgen Velpeau »Den Schmerz durch künstliche Methoden zu verhindern ist eine Schimäre« wird in (europäischen) akademischen Kreisen kaum mehr hinterfragt, und wer Vorstöße in diese Richtung unternimmt, setzt sich dem Risiko aus, seinem wissenschaftlichen Ruf zu schaden.

Eine wichtige Rolle bei der Durchsetzung der Anästhesie spielen ab 1829 die Mesmeristen. Die Lehre des »animalischen Magnetismus« wurde im späten 18. Jahrhundert von Franz Anton Mesmer entwickelt. Durch Überstreichungen wurden Patienten und Patientinnen in Trance (»Magnetschlaf«) versetzt. 1829 wurde diese Methode erstmals erfolgreich zur Anästhesie bei einer chirurgischen Operation eingesetzt. Die Erfolgsmeldungen nahmen in der Folge zu, insbesondere englische Chirurgen in Indien operierten um Mitte der 1840er Jahre häufig erfolgreich schmerzfrei.

In der Auseinandersetzung, was als wissenschaftlich anzuerkennen sei, schwankt der Mesmerismus mehrfach zwischen Anerkennung und Ablehnung. 1838 verlieren die Mesmeristen in London die Gunst des einflussreichen Fachjournals »The Lancet«, nachdem in öffentlichen mesmeristischen Séancen die Patientin der Kontrolle durch ihren Arzt entgleitet und beginnt, die zuhörenden Honoratioren unziemlich anzusprechen. Der »Lancet« beginnt eine heftige Anti-Mesmerismus-Kampagne. (Dazu hervorragend: Winter, Alison: Mesmerized. Powers of Mind in Victorian Britain, 1998.)

Mit ihren schmerzfreien Operationen haben die Mesmeristen aber einen Trumpf in der Hand, der dank der Medienaufmerksamkeit schnell seine Verbreitung findet. Während sich in Europa kein nicht-mesmeristischer Arzt mehr wagt, Versuche zur Anästhesie zu unternehmen, gibt es in den USA mehrere niedere Ärzte und Zahnärzte, die keinen wissenschaftlichen Ruf zu verlieren haben. Morton, der schließlich als der Entdecker der Inhalationsanästhesie gelten wird, hat nicht wissenschaftliche, sondern kommerzielle Motive: Er versucht zuerst zu verheimlichen, dass das Gas, mit dem er anästhesierte, Schwefeläther sei. Als die Meldung vom 16. Oktober im Dezember Europa erreicht, sehen viele Mesmerismus-Gegner darin die lang ersehnte Möglichkeit, dem Mesmerismus seinen größten Trumpf zu stehlen. Joseph Liston amputiert am 21. Dezember in London einen Oberschenkel mit der neuen Methode schmerzfrei und ruft aus: «Diese Glanzidee der Yankees, meine Herren, ist der Hypnose (gemeint ist: dem Mesmerismus) haushoch überlegen. Welch ein Glück! Wir haben den Schmerz besiegt!» Mehr noch als den Sieg über den Schmerz bejubelt er den Sieg über die Konkurrenz! Der Mesmerismus verschwindet tatsächlich bald von der Bildfläche.

Trotz der enormen Aufmerksamkeit, die die Anästhesie in der Öffentlichkeit erfährt, setzt sie sich nicht schnell vollständig durch: Auch Anhänger der neuen Methode sind der Meinung, es lohne sich nicht, bei »kleinen« Operationen (etwa der Amputation eines Fingers) zu anästhesieren. Martin Pernick (Pernick, Martin S.: A Calculus of Suffering. Pain, Professionalism, and Anaesthesia in Nineteenth- Century America, New York 1985) hat gezeigt, dass in den US-Krankenhäusern Weiße häufiger als Schwarze oder Indianer, Oberschichtsangehörige häufiger als Arbeiter anästhesiert wurden usw. Im Pennsylvania Hospital finden in der Dekade 1853/1862 ein Drittel aller Gliedamputationen immer noch am bewussten Patienten statt.

ingoborm Offline

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01.04.2006 15:07
#32 Anamnese antworten

Begriff: Anamnese

Erklärung:

Anamnese
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie


Anamnese (griechisch: „Erinnerung“) ist das In-Worte-Bringen von Vergangenem.

In der Medizin ist Anamnese die Erhebung der medizinischen Vorgeschichte und aktuellen Befindlichkeit eines Patienten, meist durch einen Arzt.

Neben Fragen, die der Arzt je nach Symptomen bzw. deren Zugehörigkeit zu einer medizinischen Fachrichtung auf das betroffene Organsystem gewichtet stellt, gehört zu einer Anamnese eine umfassende körperliche Untersuchung.

Diese Untersuchung kann folgende Abklärungen enthalten (keine vollständige Liste):

* Neurologisch
o Reflexe
o Erkrankungen des zentralen Nervensystems

* Dermatologisch
o Hauterkrankungen
o Geschlechtskrankheiten

* Chirurgisch
o Brüche
o Bandverletzungen

* Internistisch
o Lungenerkrankungen
o Herzerkrankungen
o Magen-Darmerkrankungen

Sinn einer ausführlichen Anamnese bei nicht klarer Grunderkrankung ist die Einschränkung möglicher Erkrankungen mit diesen oder ähnlichen Symptomen (Differentialdiagnosen) auf eine überschaubare Anzahl (Leitsymptome), um nach der nun folgenden Diagnostik eine definitive Diagnose stellen zu können.

Bei der Anamnese werden Fragen ähnlich diesen gestellt:

* Welche Beschwerden haben Sie?
* Wie lange haben Sie diese Beschwerden?
* Haben die Beschwerden zugenommen?
* Welche sonstigen Vorerkrankungen haben Sie?
* Welche Medikamente nehmen Sie ein?

Man unterscheidet somatische, psychische und soziale Anamnese, die jeweils in ihrer Gesamtheit gesehen werden müssen.

Rettungsdienst

Auch im Rettungsdienst gehört eine umfassende Anamnese zur Arbeit am Patienten. Weit verbreitet ist im präklinischen Bereich das sogenannte „SIMPLE-Schema“:
S Symptome
I Immunreaktionen (Allergien?)
M Medikamente
P Patientenvorgeschichte
L Letzte ... Mahlzeit, Abfuhr, Regel, KH-Aufenthalt etc.
E Ereignis - Was ist neu? Was ist passiert? etc.

ingoborm Offline

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01.04.2006 15:08
#33 Anastrozol antworten

Begriff: Anastrozol

Erklärung:

Anastrozol ist der Name für ein Medikament zur Krebsbehandlung.

ingoborm Offline

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01.04.2006 15:19
#34 Androgene antworten

Begriff: Androgene

Erklärung:

Androgen
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Androgene)


Ein Androgen ist ein Sexualhormon, das eine virilisierende Wirkung besitzt.

Mit dem Sammelbegriff der Androgene werden damit unterschiedliche Steroidhormone bezeichnet, die das Androstan als Grundgerüst besitzen.

Vertreter sind u. A. das Testosteron, Androsteron, Androstendion, Dehydroepiandrosteron (DHEA).

Bildungsorte sind beim Mann: Leydig-Zellen des Hodens, Nebennierenrinde
Bei der Frau: Ovarien und Nebennierenrinde

ingoborm Offline

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01.04.2006 15:20
#35 Aneuploid antworten

Begriff: Aneuploid

Erklärung:

Aneuploid


Aneuploide Zellen weisen numerische Aberrationen ihres ansonsten diploiden Chromosomensatzes auf. Ursachen hierfür können beispielsweise Non-Disjunction während der Meiose oder Translokationen sein.

Beispiele für Aneuploidie sind die Trisomien (Down-Syndrom, Patau-Syndrom, Edwards-Syndrom, Gonosomale Trisomien) oder die Monosomie X (Ullrich-Turner-Syndrom).

Viele Tumoren weisen aneuploide Chromosomensätze auf.

Informationsquelle: http://flexicon.doccheck.com/Aneuploid

ingoborm Offline

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01.04.2006 18:12
#36 Anorexie antworten

Begriff: Anorexie

Erklärung:

Anorexie
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie


Die Anorexie (von griech. Anorexia, auch Inappetenz) ist der medizinische Fachbegriff für Appetitlosigkeit.

Anorexie kann als Symptom bei fast allen schweren Infektionskrankheiten auftreten oder auch als eigenständige psychische Störung Anorexia nervosa ("Magersucht").

Anorexie kann lebensgefährlich werden und schwere körperliche Schäden verursachen. Sie führt zu Abmagerung, Mangel an Nährstoffen mit Abbau von Körpergeweben (Katabolismus), Abmagerung (Inanition) bis hin zum Marasmus oder zur Kachexie.

Sehr schnell eintretende Folgen einer Anorexie sind insbesondere an den Organen mit hoher Stoffwechselaktivität und Bausteinen mit kurzer Halbwertszeit sichtbar, z.B. ein Albuminmangel im Blut mit der Bildung von Ödemen.

ingoborm Offline

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01.04.2006 18:19
#37 Anthrazykline antworten

Begriff: Anthrazykline

Erklärung:

Anthrazykline = Medikament zur Krebsbehandlung.

ingoborm Offline

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01.04.2006 18:21
#38 Antiandrogene antworten

Begriff: Antiandrogene

Erklärung:

Antiandrogene
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie


Antiandrogene sind Stoffe, die die Wirkung des männlichen Sexualhormons Androgen hemmen. Sie werden künstlich hergestellt und kommen im menschlichen Körper nicht vor.

* Verwendung beim Mann
o Triebdämpfung bei krankhaft verändertem Geschlechtstrieb.
o Zur palliativen Therapie des fortgeschrittenen Prostatakarzinoms.

* Bei der Frau
o Bei übermäßiger Androgenproduktion („Vermännlichung“).
o Bei Akne infolge zu hoher Talgproduktion.

ingoborm Offline

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01.04.2006 18:23
#39 Antibiotikum antworten

Begriff:Antibiotikum

aus PflegeWiki, der freien Wissensdatenbank

Erklärung:

Unter einem Antibioticum (Plural: Antibiotica) versteht man einen Stoff, der von Organismen (hauptsächlich Mikroorganismen, aber auch von höhe- ren Pflanzen oder Tieren) gebildet wird und Mikroorganismen abzutöten oder in ihrer Vermehrungsfähigkeit zu beeinträchtigen in der Lage ist.

Entdeckung

Die Entdeckung der Antibiotica geht auf die Beobachtung von Alexander Fleming zurück, daß bestimmte Bakterien in der Umgebung von Schimmel- pilzen der Gattung Penicillium auf Nährböden nicht wachsen. In intensiver wissenschaftlicher Arbeit wurden mehrere Hundert weiterer Antibiotica gefunden, von denen jedoch nur wenige zur Behandlung von Infektions- krankheiten geeignet sind.

Chemische Struktur der Antibiotica

Die Aufklärung der chemischen Grundstruktur der Antibiotica hat in den letzten Jahren große Fortschritte gemacht, doch bereitet die Klassifizie- rung immer noch Schwierigkeiten. Es handelt sich hauptsächlich um Ami- nosäuren und Peptide, Lactone, Polyene und andere ungesättigte Verbin- dungen, zuckerhaltige Substanzen, aromatische Verbindungen sowie um sauerstoff-, stickstoff- und schwefelhaltige Ringsysteme.

Medizinische Wirkung und Grenzen der Anwendbarkeit

Die Wirkung kann sich gegen wenige Mikroorganismenarten oder gegen eine Vielzahl ("Breitspektrum-Anibiotica") richten. Der außerordentlich große therapeutische Wert der Antibiotica kann durch die Abnahme der Empfind- lichkeit von Bakterienstämmen ("Resistenz"), durch Auslese unempfind- licher Bakterienstämme bei Mischinfektionen, durch toxische Nebenwir- kungen und überempfindlichkeitsreaktionen der behandelten Kranken be- grenzt sein. Auch kann die normale in Symbiose mit ihrem Träger lebende Bakterienflora, z. B. die Darmbaktereinflora des Menschen, geschädigt werden. Die medizinische Anwendung sollte deshalb nur nach strenger Indikationsstellung erfolgen.

Verschiedene Arten von Antibiotica

Das erste fabrikmäßig hergestellte therapeutisch verwendete Antibioticum war ein Penicillin (Benzylpenicillin). Diesen Stoff zerstört jedoch die Magensalzsäure; er kann deshalb nur unter Umgehung des Magendarmkanals (Injektion) verabreicht werden und ist wegen der raschen Aussscheidung aus dem Körper nur kurz wirksam. Durch Abwandlung des Moleküls wurden nunmehr neue halbsynthetische Penicilline mit verbesserten Eigenschaften hergestellt (z.B. Ampicillin, Cloxacillin). Sie können z.T. duch den Mund aufgenommen werden, von dem penicillinzerstörenden Enzym Penicillinase mancher Staphylokokkenstämme nicht angegriffen werden oder besitzen ein breiteres Wirkungsspektrum. Durch Veresterung konnten Depot-Peni- cilline mit längerer Wirkungsdauer gewonnen werden. Penicilline sind u.a. wirksam bei Erkrankungen durch eiterbildende Staphylokokken und Strep- tokokken, Lungenentzündung, Tripper, Syphilis , Gasbrand, Wundstarr- krampf, unwirksam dagegen bei Tuberkulose, Ruhr, Typhus, Virus- und Pilzinfektionen.


Streptomycin wird aus Streptomyces griseus gewonne.n Es ist ein wert- volles Mittel zur Behandlung der Tuberkulose und bei anderen Infektionen, wobei jedoch seine Gifigkeit berücksichtigt werden muß. Die aus ver- schiedenen Streptomyces-Arten gewonnenen Tetracycline sind Breitspek- trum-Anitbiotica, die durch den Mund aufgenommen werden können und oft Heilerfolge bringen, wo andere Antibiotica versagen, z.B. bei Infektionen mit manchen Rickettsien, Viren und Amöben. Zu den Breitspektrum-Anti- biotica gehört auch das bei Typhus und Paratyphus gut wirksame Chlor- amphenicol. Anitbiotica, deren Wirkung sich ausschließlich gegen Pilze richtet, sind die Fungizide ( Fungostatica); zu ihnen gehören Amphotericin B, Antimycin, Candicidin, Griseofulvin, Nystatin und Trichomycin.

ingoborm Offline

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01.04.2006 18:24
#40 Antihormone antworten

Begriff: Antihormone

Erklärung:

Medikament zur Krebsbehandlung.

Bei hormonpositiven Tumoren erfolgt zusätzlich eine Antihormon-Behandlung mit Tamoxifen oder Arimidex. Wegen der hohen Kosten von Arimidex (30-mal höher teuerer) und der deutlich kürzeren klinischen Erfahrung mit diesem Medikament ist gegenwärtig Tamoxifen der Goldstandard. Neuesten Studien zu Folge scheint Arimidex etwas bessere Ergebnisse zu zeigen in Hinblick auf das krankheitsfreie Überleben bei jedoch leicht erhöhten Nebenwirkungen (Osteoporose mit der Folge von Knochenbrüchen). Eine gleichzeitige Behandlung mit beiden Mitteln ist nicht sinnvoll.

ingoborm Offline

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01.04.2006 18:28
#41 Antikörper antworten

Begriff: Antikörper

Erklärung:

Antikörper sind Proteine (Eiweiße) aus der Klasse der Globuline, die in Wirbeltieren gebildet werden, und zwar angeregt durch bestimmte eingedrungene Fremdstoffe, die als Antigene bezeichnet werden. Sie dienen der Abwehr dieser Fremdstoffe. Als Antigene wirken fast ausschließlich Makromoleküle oder an Partikel gebundene Moleküle, zum Beispiel Lipopolysaccharide an der Oberfläche von Bakterien. Ein bestimmtes Antigen induziert in der Regel die Bildung nur eines bestimmten, dazu passenden Antikörpers, der spezifisch nur an diesen Fremdstoff gebunden wird.
Die spezifische Bindung von Antikörpern an die Antigene bildet einen wesentlichen Teil der Abwehr gegen die eingedrungenen Fremdstoffe. Bei Krankheitserregern (Pathogenen) als Fremdstoffe kann die Bildung und Bindung von Antikörpern zur Immunität führen. Antikörper sind also zentrale Bestandteile des Immunsystems höherer Wirbeltiere und man bezeichnet deshalb die Antikörper als Immunglobuline (Ig).

Antikörper werden von einer Klasse von weißen Blutzellen (Leukozyten), d.h. zu Effektorzellen differenzierten B-Zellen (=Plasmazellen), sezerniert (abgesondert). Sie kommen im Blut und in der extrazellulären Flüssigkeit der Gewebe vor. Sie "erkennen" meist nicht die gesamte Struktur des Antigens, sondern nur einen Teil desselben, die sogenannte antigene Determinante (das Epitop).

Struktur von Antikörpern

Jeder Antikörper besteht aus zwei identischen schweren Ketten (heavy chains, H) und zwei identischen leichten Ketten (light chains, L), die durch kovalente Disulfidbrücken zu einer Ypsilon-förmigen Struktur miteinander verknüpft sind. Die beiden Leichtketten sind je nach Organismus und Immunglobulin-Subklasse entweder vom Typ kappa oder lambda und bilden zusammen mit den oberhalb der Gelenkregion (hinge region) liegenden Anteil der schweren Ketten das Antigenbindende Fragment Fab, welches enzymatisch mit Hilfe von Papain von dem darunterliegenden kristallinen Fragment Fc abgespalten werden kann. Die ausgesprochene Variabilität der Antikörperbindungsstellen erreicht der Organismus über die V(D)J-Rekombination.

Antikörper als B-Zell-Rezeptoren

Membranständige Antikörper (als B-Zell-Rezeptoren (BCR) bezeichnet) können B-Zellen aktivieren, wenn sie durch Antigene quervernetzt werden. Die B-Zelle nimmt daraufhin den Immunkomplex durch Endocytose auf, verdaut das Antigen proteolytisch und präsentiert über MHC Klasse II Moleküle Fragmente davon (Peptide mit 8-12 Aminosäuren) auf ihrer Zelloberfläche. Wenn die präsentierten Fragmente dann von einer CD4-T-Zelle (T-Helferzellen) als fremd erkannt werden, stimuliert diese T-Zelle die B-Zelle, was weitere Reifungsprozesse (somatische Hypermutation, Klassenwechsel) sowie die Umwandlung der B-Zelle zur antikörpersezernierenden Plasmazelle oder zur Memory B-Zelle auslöst. Diese Reifungsprozesse finden innerhalb von Keimzentren in den sekundären Lymphatischen Organen (Milz, Lymphknoten) statt und werden unter dem Begriff der Keimzentrumsreaktion zusammengefasst.

Sezernierte Antikörper wirken durch verschiedene Mechanismen:

* Die einfachste ist die Neutralisation von Antigenen. Dadurch, dass der Antikörper das Antigen bindet, wird dieses blockiert und kann beispielsweise seine toxische Wirkung nicht mehr entfalten, oder andere Wechselwirkungen des Antigens mit Körperzellen werden verhindert.
* Ein weiterer ist die Opsonisierung ("lecker machen"), das Einhüllen von Krankheitserregern und Fremdpartikeln mit Antikörpern. Wenn ein Antikörper beispielsweise an ein Antigen bindet, dass sich auf der Oberfläche eines Bakteriums befindet, "markiert" er damit gleichzeitig das Bakterium, denn die konstante Region des Antikörpers, der an sein Antigen gebunden hat, wird von Phagozyten erkannt, die als Fresszellen das Bakterium aufnehmen und verdauen können.
* Eine dritte Wirkungsweise ist, dass Antiköper das Komplementsystem aktivieren.
* Antikörper, die an körpereigene Zellen binden, können NK-Zellen aktivieren, welche diese Zellen dann abtöten. Dieser Prozess wird auch als "Antibody-dependent cell-mediated cytotoxicity" (ADCC) bezeichnet.

Verschiedene Klassen (Isotypen) von Antikörpern

Es gibt im Körper fünf verschiedene Gruppen (Klassen) von Antikörpern, wobei das Ig für Immunglobulin steht. Die verschiedenen Isotypen kommen in verschiedenen Kompartimenten des Körpers vor und haben unterschiedliche Aufgaben:

IgA

* Wird auf allen Schleimhäuten der Atemwege, der Augen, des Magen-Darm-Trakts , des Urogenitaltrakts sowie der Muttermilch sekretiert und schützt dort vor Pathogenen (auch das Neugeborene). Sekretiertes IgA kommt in Form von Homo-Dimeren vor; die beiden Anteile sind durch das "Joining-Peptide" verbunden.

IgD

* Es wird durch differentielles Spleißen der IgM/IgD-Prä-mRNA zusammen mit IgM als B-Zell Rezeptor (BCR) auf reifen, naiven (antigenunerfahrenen) B-Zellen membranständig coexprimiert.
* IgD ist nur in geringen Mengen in sezernierter Form in Blut und Lymphe vorhanden, Funktion unbekannt.

IgE

* IgE vermittelt den Schutz vor Parasiten, wie z.B. Würmern. Es wird durch Fc-Rezeptoren auf Mastzellen gebunden. Aus diesem Grund ist nahezu alles IgE membrangebunden, im Blut ist es praktisch nicht vorhanden. Bei Antigenkontakt wird es quervernetzt, was zur Ausschüttung von Histaminen, Granzymen etc. durch die Mastzellen und Granulozyten führt. Diese töten den Erreger ab. Letztere wirken außerdem stark gefäßerweiternd, was das Herankommen anderer Immunzellen erleichtert. Es wirkt außerdem muskelkontraktierend, was die Ausscheidung der Erreger über Lunge und Darm erleichtert.
* IgE ist ebenso an der allergischen Sofortreaktion beteiligt.

IgM

* Wird sofort nach dem Kontakt mit Antigenen gebildet und zeigt die akute Infektionsphase einer Krankheit an.
o z.B. Anti HBs IgM = gegen das Hepatitis B Virus gerichtete Antikörper der IgM-Klasse (Zeichen der aktiven Hepatitis B-Erkrankung)
* IgM ist ein Pentamer (Multimer) aus fünf Untereinheiten. Auch diese Untereinheiten sind durch das Joining Peptide verbunden.

IgG

* Wird erst in einer verzögerten Abwehrphase (3 Wochen) gebildet und bleibt lange erhalten. Zeigt eine durchgemachte Infektion an.
o z.B. Anti HBs IgG = gegen das Hepatitis B-Virus gerichtete Antikörper der IgG-Klasse (Zeichen einer stattgefunden habenden Hepatitis B-Erkrankung oder Impfung)
* Es gibt Krankheiten mit einem angeborenen oder erworbenen Mangel an Antikörpern, siehe Antikörpermangel.

* Bildet der Körper gegen eigene Körperbestandteile Antikörper, so genannte Autoantikörper, spricht man von einer Autoimmunkrankheit.

* IgG wird außerdem aktiv über das Blut und die Plazenta(barriere) in den Fötus transportiert und sorgt dort auch nachgeburtlich für einen ersten Schutz vor Infektionen.

Anwendung von Antikörpern in der Medizin

Aus Tieren gewonnene Antikörper (Antiseren) werden als Therapeutikum für verschiedenste Zwecke eingesetzt. Ein wichtiges Beispiel ist die Verwendung als passiver Impfstoff.

Außerdem werden monoklonale Antikörper seit neuestem in der Medizin therapeutisch eingesetzt. Hauptanwendungsgebiet ist die Hämatologie und Onkologie, daneben werden sie auch in der Behandlung von Autoimmunerkrankungen (z.B. bei Multipler Sklerose) wie der Rheumatoiden Arthritis (RA) eingesetzt. Hierbei erkennen diese Antikörper pro-inflammatorische Zytokine wie IL-1 oder TNF-a. Damit stellen Antikörper eine Medikamentenklasse dar, die erstmals in der Lage ist, spezifisch in die entzündlichen Vorgänge einzugreifen.

Antikörper können auch dazu benutzt werden bestimmte Stoffe im Körper ausfindig zu machen. Dazu hängt man an den Antikörper einen schwach radioaktiven Stoff. Wenn man den Antikörper nun darauf ausrichted, sich an einen bestimmten Stoff zu hängen, indem man die Antigen-Bindestelle entsprechend verändert, kann man durch Röntgenaufnahmen feststellen, wo der radioaktive Stoff sich genau befindet. Dies kann zum Beispiel dazu benutzt werden, Geschwülste im Körper ausfindig zu machen.

Früher war der konstante Teil der Antikörper noch murin (aus der Maus), was zu Abstoßungsreaktionen durch das Immunsystem führen konnte. Um dieses Problem zu umgehen, werden neuerdings sogenannte humanisierte Antikörper verwendet. Herkömmliche monoklonale Antikörper enthalten neben der die Spezifität gegen humane Antigene vermittelnden variablen Region immer noch Proteinbestandteile der Maus, die das menschliche Immunsystem möglicherweise als fremdartig abstößt. Mit Hilfe molekularbiologischer Verfahren werden deshalb die murinen Teile der konstanten Abschnitte entfernt und durch baugleiche konstante Teile menschlicher Antikörper ersetzt. Die konstanten Abschnitte der Antikörper spielen für die spezifische Bindung des monoklonalen Antikörpers keine Rolle. Der so entstandene monoklonale Antikörper wird als „humanisierter monoklonaler Antikörper" bezeichnet und wird vom Immunsystem des Menschen nicht mehr abgestossen. Humanisierte Antikörper werden in einer Kultur aus Hamster-Ovarialzellen hergestellt, weshalb ihre Produktion sehr viel aufwendiger und deshalb auch teurer als die Produktion in Mikroorganismen ist.

Anwendung von Antikörpern in der Biologie

Die hohe Spezifität, mit der Antikörper ihr Antigen erkennen, macht man sich in der Biologie zu Nutze, um das Antigen, in den allermeisten Fällen ein Protein, sichtbar zu machen. Es wird folgendermaßen vorgegangen: Zunächst muss das Antigen, gegen das der Antikörper gerichtet sein soll, ausgewählt und produziert werden. Dies kann auf verschiedene Weisen erreicht werden, zum Beispiel, indem ein Peptid in vitro synthetisiert wird oder das Protein als ganzes rekombinant in Bakterien hergestellt wird. Anschließend wird das Protein einem Tier eingespritzt, dessen Immunsystem dann Antikörper gegen das Protein bildet. Dieser Vorgang heißt "Immunisierung". Als Antikörper-Produzenten werden besonders Mäuse und Kaninchen, aber auch Ziegen, Schafe und Pferde verwendet. Die Immunisierung wird mehrfach wiederholt. Nach ein paar Wochen wird dem Tier eine Blutprobe entnommen, die auf vorhandene Antikörper gegen das Antigen untersucht wird. Wenn sie positiv ist, kann mit dem Antikörper das Antigen sichtbar gemacht werden (siehe Antikörperfärbung).

Anwendungen methodisch:

* Immunohistochemie
* Schwangerschaftstest
* ELISA
* ELISPOT
* FACS
* SEREX

ingoborm Offline

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01.04.2006 18:29
#42 Antimetabolite antworten

Begriff: Antimetabolite

Erklärung:

Medikament zur Krebsbehandlung.

ingoborm Offline

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01.04.2006 18:31
#43 Antiöstrogene antworten

Begriff: Antiöstrogene

Erklärung:

Substanzen, die die Wirkung der natürlichen Östrogene aufheben. (z. B. Tamoxifen)

Medikamente zur Krebsbehandlung.

ingoborm Offline

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01.04.2006 18:32
#44 Areola antworten

Begriff: Areola

Erklärung:

Warzenhof der Brustwarze.

ingoborm Offline

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01.04.2006 18:32
#45 Arimidex antworten

Begriff: Arimidex

Erklärung:

Medikament zur Krebsbehandlung.

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