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Leben mit der Krankheit Krebs

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Ahasveru Offline

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Beiträge: 613

22.03.2006 13:29
Brustkrebs: Tumorbekämpfung durch Strahlenquelle im Busen antworten

Tumorbekämpfung durch Strahlenquelle im Busen

Ein neues Verfahren belastet die Patienten weniger und verkürzt die postoperative Krebs-Behandlung

Bei Brustkrebserkrankungen ist meistens eine aus mehreren Verfahren bestehende Behandlung nötig. Dazu gehört nach der Operation des Tumors fast immer auch eine Strahlentherapie der Brust. Deren Ziel besteht darin, mögliche mikroskopische Tumorreste zu vernichten. Die Standardtherapie umfasst eine Bestrahlung der gesamten Brust, bei der das Zielgebiet computergestützt von außen mit Röntgenstrahlen behandelt wird. Diese Methode ist sehr effektiv und schonend; Komplikationen und wesentliche Nebenwirkungen sind selten. Allerdings dauert die meistens ambulante Behandlung etwa sechs bis sieben Wochen. In dieser Zeit muss die Patientin etwa 30 Termine zur Bestrahlung wahrnehmen, jeweils an fünf Wochentagen täglich eine Bestrahlung.


Bei bestimmten besonders günstigen Fällen ist das Rückfallrisiko aber auf einen kleinen Teil der Brust um die Operationsnarbe herum beschränkt. Durch die verbesserte Vorsorge und Diagnostik werden solche Fälle immer häufiger diagnostiziert. Bei diesen Patientinnen kommt nun am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein ein neues Bestrahlungsverfahren, die sog. Teilbrustbestrahlung mittels interstitieller Brachytherapie, in Frage. Dabei werden durch mehrere kleine Plastikhülsen im Operationsgebiet winzige ferngesteuerte Strahlenquellen eingebracht. Das Einbringen der Plastikhülsen muss zwar in Narkose erfolgen und erfordert daher einen stationären Aufenthalt der Patientin. Demgegenüber ist die Strahlenbelastung der Umgebung jedoch ausgesprochen gering und die Behandlungszeit nimmt insgesamt nur eine Woche in Anspruch. Hinsichtlich der Tumorheilung gelten beide Verfahren nach dem derzeitigen Kenntnisstand als gleichwertig.

Die Teilbrustbestrahlung mittels interstitieller Brachytherapie wird zur Zeit außer an den beiden Standorten des Uniklinikums Schleswig-Holstein in Kiel und Lübeck noch an weiteren vier Universitätskliniken in Deutschland (Erlangen, Leipzig, Regensburg und Rostock) und verschiedenen Universitäten in Europa (Barcelona, Budapest, Paris, Valencia, Warschau und Wien) im Rahmen einer europäischen Studie geprüft.


idw/ GesundheitPro; 22.03.2006

Informationsquelle: http://www.gesundheitpro.de/Brustkrebs-T...OCHP021804.html

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