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Leben mit der Krankheit Krebs

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Ahasveru Offline

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Beiträge: 613

27.03.2006 18:56
Krebs-Vorsorge: Krebshilfe stellt Aktionsplan vor antworten

Krebs-Vorsorge: Krebshilfe stellt Aktionsplan vor

Bonn/Berlin - Einen Aktionsplan, um durch Forschungsförderung, Modellprojekte und Kampagnen die Krebs-Früherkennung voran zu bringen, hat die Deutsche Krebshilfe entwickelt. „Wir wollen alle Menschen davon überzeugen, dass die jährliche Teilnahme an den Früherkennungsuntersuchungen lebensrettend sein kann“, sagte Gerd Nettekoven, Geschäftsführer der Deutschen Krebshilfe, beim 27. Deutschen Krebskongress in Berlin.

„Im Bereich Darmkrebs-Früherkennung sind wir in Deutschland Weltspitze“, berichtete Prof. Dr. Wolff Schmiegel, Vorsitzender des Fachausschusses und Ärztlicher Direktor des Knappschaftskrankenhauses der Ruhr-Universität Bochum. „Doch auf dem Feld der übrigen Krebs-Früherkennungsmaßnahmen muss noch viel passieren.“

Zum Beispiel sei das qualitätsgesicherte Mammographie-Screening-Programm, auf das alle Frauen zwischen 50 und 69 Jahren einen Rechtsanspruch haben, noch immer nicht flächendeckend umgesetzt. „Die Frauen warten darauf, endlich regelmäßig zur Mammographie gehen zu können“, betonte Dr. Leonhard Hansen, stellvertretender Vorsitzender des Fachausschusses „Krebs-Früherkennung“ der Deutschen Krebshilfe und Vorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein. Das Programm müsse darüber hinaus auch wissenschaftlich weiter entwickelt werden, um möglichst wenig falschpositive Ergebnisse zu bringen, welche die Frauen unnötig verunsicherten.

Auch die Früherkennung auf Hautkrebs ist aus Sicht der Deutschen Krebshilfe derzeit noch nicht ausreichend. Bislang können Frauen ab 30 und Männer ab 45 Jahren ihrem Arzt einmal im Jahr verdächtige Hautareale zeigen. Besser wäre laut Krebshilfe die regelmäßige Untersuchung der gesamten Hautoberfläche aller Menschen ab 30 Jahren, um Risikopersonen für Hautkrebs frühzeitig erkennen zu können. „Die Deutsche Krebshilfe hat in einem Modellprojekt gezeigt, dass diese Hautkrebs-Früherkennung sowohl einen Benefit für die Patienten erbringt als auch kosteneffizient ist“, berichtete Hansen. „Wir hoffen, dass der Gemeinsame Bundesausschuss diese Untersuchung zügig als Regelleistung anerkennt.“

„Die Deutsche Krebshilfe sieht in der Krebs-Früherkennung eine große Chance, um die Krebs-Sterblichkeit in Deutschland auf Dauer zu senken“, betonte Nettekoven. Die Krebshilfe habe dieses Feld als Arbeitsschwerpunkt für die nächsten Jahre definiert und werde entsprechende Forschungsprogramme, aber auch öffentlichkeitswirksame Kampagnen auf den Weg bringen. /hil

Informationsquelle: http://www.aerzteblatt.de/v4/news/news.asp?id=23607

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