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Leben mit der Krankheit Krebs

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Ahasveru Offline

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27.03.2006 18:45
Verbesserte Früherkennung des Ovarialkarzinoms - neue Analyse einer US-Studie antworten

Medizin

Verbesserte Früherkennung des Ovarialkarzinoms - neue Analyse einer US-Studie

Palm Springs - Die Früherkennung des Ovarialkarzinoms mittels Ultraschall und Tumormarker CA-125 war bisher zu ungenau, um ein allgemeines Screening zu rechtfertigen. Ein neuer Algorithmus, der jetzt auf einer Fachtagung von US-Onkologen vorgestellt wurde, liefert möglicherweise eine höhere Treffsicherheit.

Die Früherkennung des Ovarialkarzinoms war Teil des Prostate, Lung, Colorectal and Ovarian Cancer Screening Trial (PLCO) des US-National Cancer Institutes, einer randomisierten kontrollierten Studie des US-National Cancer Institutes, die seit 1995 nach Screeningmethoden der häufigsten Krebserkrankungen sucht. Das Screening auf das Ovarialkarzinom bestand aus jährlichen Bestimmungen des Tumormarkers CA-125 und einer transvaginalen Ultraschalluntersuchung.

Ursprünglich wurde auch eine bimanuelle Palpation durchgeführt, die sich jedoch schon bald als zu ungenau erwies und inzwischen verlassen wurde. Doch auch Ultraschall und Tumormarker galten bisher als nicht ausreichend zuverlässig. Die hohe Rate an falschpositiven Befunden, die sich in einem positiven prädiktiven Wert von 23,5 Prozent niederschlug, ließen der Gruppe um Edward Partridge von der Universität von Birmingham im US-Staat Alabama ein Screening bisher als wenig empfehlenswert erscheinen.

In ihrer letzten Publikation vom November letzten Jahres (American Journal of Obstetrics and Gynecology 2005; 193: 1630-9) rieten sie von einem allgemeinen Screening ab. Damals lagen nur die Ergebnisse der ersten Screening-Untersuchung vor. Jetzt überblicken die Autoren drei Jahre und kamen auf einer Tagung der US-Society of Gynecologic Oncologists zu einer wesentlich positiveren Einschätzung. In der Zielgruppe, postmenopausale Frauen im Alter von 55 bis 74 Jahren, betrage die Trefferrate bei den fortgeschrittenen Ovarialkarzinomen 93 Prozent und bei den Frühkarzinomen 87 Prozent bei jeweils asymptomatischen Frauen.

Diese Werte wurden mit neu definierten Kriterien erzielt: Bei einem verdächtigen Ultraschallbefund gilt ein CA-125-Wert von über 65 immer als Hinweis auf ein Malignom. Ein Verdacht besteht aber auch, wenn der CA-125-Wert zwischen den jährlichen Untersuchungen um mehr als 40 Punkte ansteigt oder wenn bei einem Anstieg von mehr als 10 Punkten im Ultraschall eine Ovarialzyste von mehr als 3 Zentimeter Durchmesser gefunden wurde. Immer malignomverdächtig ist – auch bei fehlendem CA-125-Anstieg – eine Ovarialzyste von mehr als 6,5 cm Größe.

Mithilfe dieser Kriterien wurden 15 von 20 Karzinomen bereits bei der ersten Screening-Untersuchung erkannt. In den Folgeuntersuchungen wurden dann alle 29 Karzinome erkannt. Die Pressemitteilung macht keine detaillierten Angaben, und der Abstract ist noch nicht publiziert. Eine Reaktion des US-National Cancer Institutes lag zum Berichtszeitpunkt ebenfalls noch nicht vor, sodass weitergehende Konsequenzen vorerst nicht möglich sind. /rme

Informationsquelle: http://www.aerzteblatt.de/v4/news/news.asp?id=23601

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