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Leben mit der Krankheit Krebs

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Ahasveru Offline

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Beiträge: 613

27.03.2006 15:21
Darmkrebs: Unterstützung für Darmzentrum-Osthessen am Klinikum Fulda antworten

Unterstützung für Darmzentrum-Osthessen am Klinikum Fulda


Darmkrebs ist in Deutschland mit jährlich ca. 60.000 Neuerkrankungen der häufigste bösartige Tumor. Dabei könnte diese Erkrankung sehr gut verhindert werden, nämlich durch eine sog. „Vorsorge-Darmspiegelung“, wie sie von den Krankenkassen ab dem 55. Lebensjahr und bei familiärer Häufung der Erkrankung auch schon früher finanziert wird.

Ist es aber zu einer Krebserkrankung gekommen, so kann bei optimaler interdisziplinärer Behandlung die Erkrankung in Abhängigkeit von ihrem Ausmaß vielfach auch noch geheilt werden. Interdisziplinär heißt, dass verschiedene Spezialisten idealerweise an einem Ort erforderlich sind, um einen solchen Behandlungserfolg zu ermöglichen. Hierbei sind insbesondere Internisten und Chirurgen aber auch Onkologen und Strahlentherapeuten (Tumorklinik), Nuklearmediziner, Psychologen, Radiologen, Pathologen und geschultes Pflegepersonal erforderlich. In speziellen Konferenzen wird am Klinikum Fulda schon seit Jahren unter Leitung von Prof. Dr. med. Daniel Jaspersen (Medizinische Klinik II, Gastroenterologie) und Priv.-Doz. Dr. med. Achim Hellinger (Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie, Zentrum für Minimal-Invasive Chirurgie) dabei bei jedem einzelnen Patienten die optimale Behandlung gemeinsam mit allen Kollegen festgelegt und protokolliert.

Neben Vertretern von 3 Universitätskliniken und 7 weiteren Großkliniken in Hessen wurde Priv.-Doz. Dr. A. Hellinger von der Landesärztekammer Hessen in eine Projektgruppe zur Bildung von Darmzentren berufen. Das Klinikum Fulda wurde ausgewählt, da es auf allen relevanten Gebieten über langjährige Kompetenz und modernste Technik, wie Kernspintomographie und Positronen-Emissions-Tomographie (PET) verfügt und hier alle für ein solches Zentrum notwendigen Bedingungen bereits seit langem bestehen. In einem feierlichen Festakt im Kongress- und Kulturzentrum Esperanto wurde dieses Darmzentrum Osthessen offiziell gegründet. Oberbürgermeister Gerhard Möller begrüßte die Gäste. „Die Landesärztekammer hat die Einrichtung von Darmzentren angestoßen. In unserer Region übernimmt das Klinikum Fulda diese verantwortungsvolle Aufgabe“, erläuterte Möller.

Im weiteren sprachen die Präsidentin der Landesärztekammer Hessen, Frau Dr. Ursula Stüwe, als Initiatorin des Projektes sowie Dr. med. Hubert Schindler aus der Sicht der Krankenkassen. Herr Prof. Dr. med. Mathias Rothmund, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie (2005) und Direktor der Klinik für Viszeral-, Thorax- und Gefäßchirurgie des Universitätsklinikums Giessen-Marburg, referierte über die Verbesserung von Patientensicherheit durch Spezialisierung und Zentrenbildung. Als Vertreter der niedergelassenen Ärzte berichtete Dr. med. Hans Schwind, Gastroenterologe in der Gemeinschaftspraxis Drs. Schwind/Geyer/ Mosler, über die Wichtigkeit und Ergebnisse der Vorsorgespiegelung.

Abschließend stellte Priv.-Doz. Dr. med. Achim Hellinger, Gründer und Sprecher des Darmzentrums Osthessen am Klinikum Fulda, die Einrichtung vor: „Das nun am Klinikum Fulda gegründete Darmzentrum Osthessen ist für unsere Region gedacht und soll dabei eine Plattform bilden, auf welcher niedergelassene Ärzte und andere Krankenhäuser der Region in einem Netzwerk kooperieren können. Ziel ist es, Vorsorge, Behandlung und Nachsorge aller Betroffenen in Fulda und unserer Region in Abstimmung mit den gültigen Leitlinien der medizinischen Fachgesellschaften weiter zu verbessern“, erläuterte Hellinger. Geplant sind in diesem Zusammenhang auch Qualitätssicherungsmaßnahmen, die im Klinikum Fulda erfasst werden und so zur landesweiten Ergebniskontrolle in der Behandlung von Darmkrebs beitragen.

Informationsquelle: http://www.fuldainfo.de/page/include.php...87cacb45278a7d3

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