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Leben mit der Krankheit Krebs

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Ahasveru Offline

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Beiträge: 613

26.03.2006 21:54
Dringender Appell zur Krebsvorsorge antworten

Dringender Appell zur Krebsvorsorge

Experten auf Kongreß in Berlin: Tumor-Diagnose muß kein Todesurteil mehr sein - Hoffnung auf bessere Therapien

Von Heike Jänz

Berlin - Die Diagnose Krebs muß kein Todesurteil mehr sein. Auf dem 27. Deutschen Krebs-Kongreß, der noch bis Sonntag in Berlin stattfindet, machten viele Referenten Hoffnung auf bessere Therapien. "Krebs hat sich dank der Forschungserfolge von einer früher stets tödlichen zu einer meist chronischen Krankheit entwickelt", sagte Dagmar Schipanski, Präsidentin der Deutschen Krebshilfe.

Viele Mediziner fordern vom Einzelnen mehr Eigenverantwortung. Denn durch ausreichend Bewegung, eine ausgewogene Ernährung und den Verzicht auf Nikotin und Alkohol könnten nach Expertenmeinung mehr als die Hälfte aller Tumoren vermieden werden. Der Kongreß versucht, ein großes Spektrum von Krebserkrankungen mit Vorträgen und Diskussionen zu behandeln. Schwerpunkte lassen sich bei den besonders häufigen Tumorarten wie Lungen-, Brust-, Prostata- oder Darmkrebs erkennen. Hier werden die Erkrankungsfälle in Zukunft deutlich zunehmen. "Allein beim Lungenkrebs der Frauen kommt eine Art Tsunami auf uns zu", meint Professor Michael Bamberg, Präsident der Deutschen Krebsgesellschaft.

Mit der Zahl der Tumorpatienten steigt aber auch das Wissen über die Entstehung, Ausbreitung und Behandlung. Besonders in spezialisierten Zentren widmen sich Wissenschafter der Krebsforschung, die häufig auf molekulargenetischer Ebene stattfindet. So entwickeln Ärzte von der Frauen-Universitätsklinik in Köln derzeit eine neue Strategie zur Brustkrebsbehandlung. Die ist für jene Patientinnen gedacht, die Veränderungen auf den Genen BRCA1 und BRCA2 haben. Bei ihnen wächst die bösartige Geschwulst meist schnell und aggressiv. Studien haben nun ergeben, daß diese Tumoren gut auf eine Chemotherapie mit Platin ansprechen, während herkömmliche Medikamente weniger wirken.

"Wir haben zudem Hinweise, daß die Immunabwehr bei diesen Betroffenen eine ganz besondere Rolle bei der Tumorentwicklung spielt", so Professor Rita Schmutzler, Leiterin des Zentrums für familiären Brust- und Eierstockkrebs der Universität Köln, die die Ergebnisse vorstellte.

Ein weiterer Schwerpunkt in der Forschung liegt in der Entstehung von Krebs. Viele Tumoren können nicht nur ihre eigenen Zellen massenhaft vermehren, sondern auch Gefäße in das Gewebe einsprießen lassen. So züchten sie sich quasi eigene Sauerstofflieferanten, die noch mehr Wachstum möglich machen. Diesen Vorgang nennen Mediziner Angiogenese.

Bestimmte Medikamente können dieses Gefäßwachstum hemmen. Ärzte von der Philipps-Universität Marburg stellten den sogenannten a5b1-Hemmer vor. Im Reagenzglas und auch im Tierversuch konnte dieser Faktor das Wachstum von Tumorzellen einschränken. Die Forscher erhoffen sich nun auch für den Menschen einen neuen Therapieansatz.

Neben Diskussionsforen zur psychischen Begleitung von Krebskranken beschäftigten sich die Mediziner auch mit Vorsorge und Früherkennung. "Was besser werden muß, ist die Bereitschaft der Menschen zur Früherkennung zu gehen", so Professor Peter Schlag, Vorsitzender der Berliner Krebsgesellschaft. Mehr Informationen dazu erhalten Interessierte auf dem Krebsaktionstag am Sonntag.

Informationsquelle: http://morgenpost.berlin1.de/content/200...aft/818632.html

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